Legardinier, Gilles: Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe

Rezension Gilles Legardinier – Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe

 

Klappentext:

Als der Arzt Thomas Sellac erfährt, dass er eine inzwischen 20-jährige Tochter hat, fällt er aus allen Wolken. Wie soll er Emma nach so langer Zeit ein guter Vater sein? Hals über Kopf kehrt er in seine Pariser Heimat zurück und nimmt einen Posten an, den keiner haben will, um in Emmas Nähe zu leben: Er wird Direktor eines kleinen Altenheims mit nur fünf schrulligen Bewohnern und der wunderbaren Krankenschwester Pauline. Doch die älteren Herrschaften stellen sich als Glücksfall heraus – denn schnell kommen sie hinter das Geheimnis ihres liebenswürdigen Leiters und tun daraufhin ihr Möglichstes, um Vater und Tochter zu vereinen …

Meinung:

Gilles Legardinier ist mit dafür verantwortlich, warum ich französische Literatur so mag. Auch in seinem neuen Roman Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe lässt der Autor wieder eine bunte Mischung an skurrilen Figuren aufeinander treffen.

Diesmal steht der Arzt Thomas im Mittelpunkt. Sein Leben lang hat er in Krisengebieten Menschen geholfen, nun kehrt er in seine Heimat zurück, denn er hat erfahren, dass er eine fast 20-jährige Tochter hat. Diese möchte er nun näher kennen lernen, doch wie nähert man sich jemanden, der einen nicht kennt? Ob seine Tochter Emma ihn überhaupt jemals vermisst hat? Thomas verfolgt Emmas Leben daher erst mal nur im Geheimen und versucht das Schicksal so zu lenken, dass es Emma gut geht. Dabei kommt ihm sein neuer Posten als Direktor eines kleinen Altenheims sehr entgegen, denn die rüstigen Senioren sind nicht nur immens neugierig, sondern auch tatkräftig in der Unterstützung bei Thomas Zielen.

Wie schon erwähnt sind Gilles Legardiniers Protagonisten wieder einmal etwas skurril, leicht spleenig aber sehr liebenswert in ihren jeweiligen Eigenheiten. Manchmal zerrt das aber auch ein wenig an den Nerven des Lesers, wenn so manche Figur übers Ziel hinauszuschießen scheint. Aber ich mochte die Figuren wieder einmal sehr und habe Thomas und seine Rentner und Mitmenschen ins Herz geschlossen.

Auch inhaltlich ist das Buch wieder ein Wohlfühlroman. Die Handlung ist originell, ein wenig vorhersehbar, aber wunderbar unterhaltsam. Der angenehme Schreibstil, hier übersetzt von Doris Heinemann, lässt das Buch kurzweilig und unterhaltsam werden. Die zum Teil sehr kurzen Kapitel sorgen für einen guten Lesefluss. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, wobei der Blickwinkel auf Thomas gerichtet bleibt.

 

Fazit:

Gilles Legardinier hat mit Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe wieder einmal einen Wohlfühlroman geschaffen, der mit einem feinen Humor, etwas überdrehten Protagonisten und einer schönen Geschichte punkten kann.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

 

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro

 

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48531-4
Seitenzahl: 448
Übersetzer: Doris Heinemann

Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Monsieur-Thomas-und-das-Geschenk-der-Liebe/Gilles-Legardinier/Goldmann-TB/e502953.rhd

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.
Advertisements

Kommentare gerne erwünscht :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s