Foenkinos, David: Das geheime Leben des Monsieur Pick

Rezension David Foenkinos – Das geheime Leben des Monsieur Pick

 

Klappentext:

Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.

Meinung:

In der Bretagne findet sich eine Bibliothek, die sich den Werken von Verlagen abgelehnter Manuskripte widmet, ganz nach dem Vorbild eines Romans von Richard Brautigan. In eben dieser Bibliothek findet die junge Lektorin Delphine ein Manuskript, das sie umhaut und der Meinung ist, dass man dieses Werk der Öffentlichkeit nicht vorenthalten darf. Als Autor macht sie den bereits verstorbenen Monsieur Pick ausfindig. Doch ausgerechnet der ehemalige Pizzabäcker hat sich nie wirklich für Literatur interessiert, ganz zu schweigen davon, dass seine Frau ihn jemals dabei gesehen hätte, dass er mehr als eine Einkaufsliste geschrieben habe. Doch das Buch wird ein voller Erfolg in dessen Verlauf so manche Leben von beeinflusst werden.

Bücher über Bücher sind für mich als Büchernarr immer eine ganz besondere Freude. Und besonders bei diesem wirklich einnehmend erzählten Werk, konnte ich wieder in meiner Liebe zum gedruckten Wort schwelgen, denn David Foenkinos hat hier nicht nur eine unheimlich originelle, sondern auch sehr fesselnde Geschichte geschrieben. Er gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Verlagswesens, verknüpft mit vielen liebenswerten, zum Teil skurrilen Figuren und einem typisch französischen Erzählstil.

Eine Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren bevölkern die Geschichte rund um Monsieur Pick und sein literarisches Meisterwerk. Und trotz der Fülle an Figuren verliert man als Leser nicht den Überblick über das Geschehen oder die Protagonisten. Seite um Seite versucht man hier, dem Geheimnis von Monsieur Pick auf die Schliche zu kommen, und auch wenn ich letztendlich mit der Auflösung gerechnet habe, so hat das meiner Lesefreude an diesem Buch keinen Abbruch getan. Ich mochte die zum Teil sehr skurrilen Figuren unheimlich gerne und empfand die Protagonistenausarbeitung als durchaus gelungen.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, durchsetzt mit z. T. kurzen Kapiteln und unterschiedlichsten Blickwinkel, die alle in der dritten Person erzählt werden. So erhält man als Leser einen guten Überblick über alle Ereignisse, die Monsieur Picks Roman hervorrufen. Der Roman entwickelte sich zu einem richtigen Pageturner, den ich nur ungern aus der Hand legte und dessen Inhalt lange nachwirkte.

 

Fazit:

Französisch charmant, warmherzig und originell – ein wundervolles Buch über die Liebe zum Buch, die Liebe zum geschriebenen Wort und ein interessanter Einblick in das Verlagswesen.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Preis

Gebunden: 19,99 Euro

 

Verlag: DVA
ISBN: 978-3-421-04760-1
Seitenzahl: 336
Übersetzer: Henri Kolb

Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-geheime-Leben-des-Monsieur-Pick/David-Foenkinos/DVA-Belletristik/e512010.rhd

Vielen Dank an die DVA für das Rezensionsexemplar.
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