Blogtour Cavaliersreise – Tag 1 – Grand Tour

Hallo Ihr Lieben,

herzlich willkommen zum ersten Tag unserer Blogtour von Cavaliersreise. Über dieses Buch seid ihr bestimmt schon in letzter Zeit öfters gestolpert. Im Laufe unserer Blogtour wollen wir euch die Themen des Buchs ein wenig näher bringen. Deshalb dreht sich am heutigen Tag alles um namensgebenden Titel des Buchs: Cavaliersreise, auch bekannt als

 

Grand Tour

 

Und was ist das nun genau?

Den Begriff Bildungsreise hat man bestimmt schon einmal gehört. Junge Leute bereisen Länder und Städte, um sich fort- und weiterzubilden, fremde Kulturen, Bauwerke, Kunst oder Denkmäler kennen zu lernen. Die Grand Tour war genau das für junge adelige Männer und selten auch Frauen von Beginn der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert. Ursprünglich war diese Reise dem Adel vorbehalten, später aber machten auch Söhne aus dem Bürgertum solche Bildungsreisen.

 

Und was war der Sinn und Zweck der Reisen?

Die jungen Leute sollten auf diesen Reisen ihre Ausbildung beenden und damit einen letzten Schliff erhalten. So konnten Sie auf den Reisen ihr Wissen vertiefen, Sprachkenntnisse festigen, manchmal sogar ihre Manieren verbessern oder wichtige Grundlagen für Allianzen legen. Auch konnten die jungen Männer die Tour zum Abstoßen ihrer Hörner benutzen und mit so manchem Techtelmechtel ihre Erfahrungen vergrößern. Außerdem war es durchaus möglich, dass man auf diesen Touren auch nach Heiratsmöglichkeiten Ausschau hielt. Gerne wurden außerdem die Kampfkünste verfeinert, so dass man in der Ferne auf die Lektionen von z. B. französischen oder italienischen Fechtmeistern zurückgriff.

 

Wo ging es denn überall hin?

Frankreich und Italien waren mit die Hauptreiseziele für eine Grand Tour und Paris und Rom galten als absolutes Muss. Aber auch Städte wie Wien, Berlin oder Weimar waren sehr beliebt für die Kavalierstour. Spanien und Griechenland dagegen waren eher selten Ziel der Reiseplanung, denn diese Länder galten als eher rückständig und verroht.

 

Und wie sind die denn da überhaupt hingekommen?

Anfänglich wurden die Reisen zumeist mit dem Pferd bestritten, ab dem 18. Jahrhundert aber schwenkte man doch zur Kutsche um, allein weil man mit dieser auch mehr Gepäck transportieren konnte. Bequemer war das aber wahrscheinlich nicht wirklich. Die Straßenverhältnisse waren oft ziemlich schlecht, was sich auch bei einer guten Polsterung in der Kutsche irgendwann in den Knochen bemerkbar gemacht haben dürfte. Für die Reise musste man im Vorfeld viel planen. So mussten Reisepässe vorhanden sein und Gesundheitszeugnisse vorgewiesen werden. Offene Grenzen gab es damals noch nicht und gerade in Deutschland und Italien musste man einiges an Zeit einplanen, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen, denn dieser führte oft durch mehrere Kleinstaaten, die jeder für sich Zölle, Dokumente und sonstigen Papierkram forderten.

Reisten die jungen Leute damals ganz alleine?

Nein, den Reisenden wurde oft ein Tutor an die Seite gestellt, der sich um den Papierkram, das Geld und die Reiseorganisation kümmerte. Dieser war natürlich auch ein wenig für die Tugend verantwortlich, besonders wenn junge Mädchen auf Grand Tour gingen, die nie ohne eine Anstandsdame gesellschaftlich unterwegs sein durften.

 

War die Reise denn sicher?

Überhaupt nicht. Oft kam es zu Unfällen, wenn die Kutschen auf den schlechten Straßen kaputt gingen. Gebrochene Achsen oder Aufhängen und umgekippte Kutschgefährte waren damals keine Seltenheit. Auch Räuber, Wegelagerer oder Piraten waren eine Gefahr, denen sich die Reisenden gegenüber sahen. Gerade reiche und gesellschaftlich bekannte Adelige reisten daher gerne inkognito, um einer Entführung und einer damit verbundenen Lösegeldforderung zu entgehen. Aber auch gesundheitlich waren die Reisen nicht immer ein Zuckerschlecken. Die anstrengenden Fahrten in der Kutsche und die manchmal sehr schlechten hygienischen Bedingungen konnten der Reisegesellschaft ebenso zusetzen.

 

Und wenn die Reise rum war?

Letztendlich sorgte die Grand Tour mit für eine frühe Form der Globalisierung. So wurden verschiedene Stile mit in das Heimatland übernommen, z. B. in der Architektur oder Kunst. Die Grand Tour sorgte dafür, dass man sich gesellschaftlich in vielen Bereichen unterhalten und bewegen konnte, und wer weiß, bestimmt war der eine oder andere Tourteilnehmer auch erfolgreich bei der Brautwerbung 😉


Gewinnspiel

Zum Buch und zur Verlagsseite

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nur die folgende Frage ausführlich im Kommentar beantworten, schon seid ihr im Lostopf für eines von insgesamt 3 Büchern Cavaliersreise.

Wohin würde Eure Reise gehen, wenn ihr auf Grand Tour gehen würdet?

Morgen könnt ihr ein neues Los bekommen, wenn Ihr die Frage bei Lena beantwortet. Sie wird euch dann mehr über die Hauptfiguren im Buch erzählen.

Teilnehmen könnt ihr bis zum 16.04.2017.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.


Den ganzen Tourplan findet ihr hier oder hier

10.4. Grand Tour – Bei mir
11.4. Monty, Percy und Felicity – Lena
12.4. Epilepsie – Nicole
13.4. Interview –Mareike
14.4. Review –Eva
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11 Gedanken zu “Blogtour Cavaliersreise – Tag 1 – Grand Tour

  1. Ich würde gerne mehr von Schottland wissen und Erfahren wollen und würde dort meine Reise machen wollen!
    VLG..Jenny

  2. Danke für die interessanten Erläuterungen zu Bildungswesen. Ich würde nach Frankreich reisen auf der Suche nach romanischen und gotischen Kathedralen und Kirchen. Reims, Paris, Amiens, Tours, Bordeaux und weitere. Zusätzlich würde ich mich auf die Spurensuche von römischen Hinterlassenschaften machen in Frankreich und Italien. Zum Abschluss noch nach Andalusien, um dort die Einflüsse der Moslems, Juden und Christen zu untersuchen und mit anderen zu diskutieren. Ein Besuch der Giralda in Sevilla und als krönenden Abschluss die Alhambra in Granada. Ich könnte sofort starten.

    Liebe Grüße, Jutta

  3. Hallo Vanessa 🙂
    Auf meiner Grand Tour würde ich auf jeden Fall Italien (und dabei insbesondere Rom und Venedig) und Griechenland (besonders Athen) besichtigen/besuchen wollen. Danach würde ich spontan entscheiden und schauen, wohin es mich verschlägt.
    Liebe Grüße

  4. Huhu Vanessa!

    Meine Reise würde nach Japan gehen, denn ich wollte das Land schon immer einmal gerne sehen und etwas über die Geschichte lernen. Ich denke auch, dass das Land noch so viel mehr Potenzial bereithält, denn die Kultur ist eine ganz andere als die unsere, weswegen ich das Land so spannend finde. Auch würde ich gerne die unterschiedlichen Tempel sehen und z.B. am Kirschblütenfest teilhaben 🙂

    Liebe Grüße
    Laura

  5. Danke für Deinen super Beitrag, ich finde Du hast uns das Thema sehr gut erklärt & für mich war es wirklich spannend zu lesen…..
    Mich würde es nach Irland oder Schottland ziehen….. Ich finde nicht nur die Länder & deren Geschichte interessant, mich fasziniert am meisten Ihre Volksgeschichten, Mythen & Märchen….. einfach nur schön ❤
    Frankreich finde ich ebenfalls sehr sehr spannend, ganz besonders bin ich in die französische Sprache verliebt (möchte ich unbedingt noch lernen) & in das Geschlecht der Bourbonen!! Mich fasziniert die Zeit & die Familien Geschichte, die Intrigen & Geheimnise!!!
    Dubrovnik, diese kroatische Stadt hat sich ebenfalls in mein Herz geschlichen; über diese Stadt & die wunderbare Burg möchte ich noch viel viel mehr erfahren, ganz besonders über Ihre Vergangenheit!!! Ich war vor zwei Jahren in Kroatien & habe einen Ausflug nach Dubrovnik unternommen & was soll ich sagen ich hab mich auf den ersten Blick total verliebt; es war fast wie im Film; der Sonnenuntergang; der Blick auf die Wahnsinns Burg, der Geruch des Meeres & das rauschen im Hintergrund!!!!!!
    Generell gefällt mir Kroatien sehr gut, dieses raue, steinige & harte……

    Wie man sieht ich könnte mich nicht nur für ein Land entscheiden…..

    Viele liebe Grüsse Mimi

  6. Hallo liebe Vanessa,

    als allererstes möchte ich mich bei Dir für den unfassbar interessanten Post bedanken! Dein Beitrag ist wundervoll und sehr interessant – ich interessiere mich total für Geschichte, hatte vorher aber noch nicht von den „Grand Tours“ gehört.

    Das Buch klingt wirklich toll, da hüpfe ich sehr gerne in den Lostopf. 🙂

    Meine Grand Tour würde wahrscheinlich nach Island oder Schweden gehen – zwei Länder, die mich sehr reizen. Aber auch von Italien, meiner zweiten Heimat, würde ich gerne mehr sehen.. 🙂

    Ganz liebe Grüße und Dir noch einen wunderschönen Dienstag,
    Hannah

  7. Pingback: Blogtour zu Cavaliersreise von Mackenzi Lee – Tag 3 - About BooksAbout Books

  8. Pingback: Der Himmel über Appleton House | S. E. Durrant - Influenza Bookosa

  9. Hi Vanessa, viele der kulturellen Zentren von damals sind es ja auch heute noch, daher wären Paris und Rom auf meiner Liste. Aber auch Jerusalem und einige asiatische Länder, die architektonisch und kulturell doch sehr anders geprägt sind als Deutschland.

  10. Hallo,

    ich war schon ein paar Mal in Frankreich und da ich das Land sehr schön finde, würde ich dorthin reisen 🙂

    LG

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