Garber, Stephanie: Caraval

Rezension Stephanie Garber – Caraval

 

Klappentext:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt …

Caraval

Meinung:

Um ihre Schwester Donatella vor ihrem Vater zu beschützen, würde die junge Scarlett alles tun. Auch eine arrangierte Hochzeit scheint ihr eine größere Perspektive auf Hoffnung für die beiden zu geben, als den Terror des Vaters länger zu ertragen. Doch dann erhält Scarlett eine Einladung zum Spektakel „Caraval„, von dem sie und ihre Schwester schon seit Jahren träumen. Scarlett zögert, doch Donatella trickst sie aus und entführt sie gemeinsam mit dem geheimnisvollen Julian auf die Insel, wo Caraval veranstaltet wird. Dort angekommen muss Scarlett das Spiel wagen, um ihre Schwester zur retten. Aber bei Caraval ist nichts, was es auf den ersten Blick zu sein scheint. Ob es ihr gelingen wird, das Spiel erfolgreich zu beenden und ihre Schwester zu retten?

Schon auf den ersten Seiten zog Caraval mich in seinen Bann und ich fühlte mich wie Alice, die durch den Tunnel im Kaninchenbau fällt, um dann in einer pastelligen Steampunk-Version vom Zauberer von Oz zu landen, mit viel venezianischem Flair und dem Gefühl, in einem Kuriositätenkabinett gelandet zu sein. Klingt abgedreht? Ist es auch, aber Stephanie Garbers Weltenentwurf ist so umfang- und abwechslungsreich, dass es einfach eine richtig viel Spaß gemacht hat, die Welt von Caraval zu entdecken. Am liebsten wäre ich selber in die Seiten eingetaucht, nur um die Magie dieses Ortes mit eigenen Augen sehen zu können. Aber nicht nur die Welt begeistert, auch die Geschichte selber strotzt nur so vor Einfallsreichtum, ist voller Wendungen und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Ständig ist mal als Leser gefragt, was Schein ist, und was nicht. Stephanie Garber spielt geschickt mit den Lesern, verwirrt, trickst, zaubert.

Und so verwundert es nicht, dass natürlich auch die Charaktere einen großen Teil zum Zauber dieses Buchs beitragen. Ist Scarlett zu Beginn des Romans sehr zaghaft und ängstlich, merkt man, wie sie mit jeder Seite mehr an Mut und Rückgrat gewinnt. Und man nimmt ihr die Entwicklung auch gerne ab, denn die Autor hat mit viel Geschick ihre Protagonisten ausgearbeitet. Das gilt nicht nur für Scarlett, sondern auch für Julian und die anderen Figuren, denen man im Roman begegnet.

Caraval ist ein Pageturner, was nicht zuletzt auch der Übersetzerin Diana Bürgel zu verdanken ist. Die zumeist recht kurzen Kapitel erzählen Scarletts Geschichte in der dritten Person. Der Blickwinkel bleibt dabei auf Scarlett gerichtet. Viel zu schnell ist man durch dieses magische Buch durch und hofft, dass der zweite Teil möglichst schnell erscheinen wird. Denn auch wenn die Hauptgeschichte hier erst einmal auserzählt wird, so bleibt noch einiges über Caraval offen.

 

Fazit:

Was für ein magischer Trip! Caraval entführt den Leser in ein verzaubertes Spiel, bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Wer sich einmal wie Alice im Wunderland fühlen möchte, sollte sich Caraval auf keinen Fall entgehen lassen. Für mich eines der Lesehighlights des Jahres!

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

5 Punkte

 

Preis

Klappenbroschur: 14,99 Euro

 

Verlag: Ivi
ISBN: 978-3-492-70416-8
Seitenzahl: 400
Übersetzer: Diana Bürgel

Die Reihe im Überblick, soweit bekannt:
Caraval
Caraval Band 2 (erscheint voraussichtlich 2018)

Quelle: https://www.piper.de/buecher/caraval-isbn-978-3-492-70416-8

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.
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4 Gedanken zu “Garber, Stephanie: Caraval

  1. Liebe Vanessa,

    die Geschichte um Caraval hat mich schon seit dem Lesen des Klappentexts in den Bann gezogen. Ich hatte aber Angst, dass meine Erwartungen zu hoch sind. Jetzt bin ich wieder neugieriger auf das Buch und schaue mal, ob es beim nächsten Buchhandlungsbesuch vielleicht mit kommt. 🙂

    Liebste Grüße,
    Tati

    • Hi Tati,
      die hatte ich anfangs auch, aber die Geschichte ist so anders, dass man auf bestimmt etwas besonderes für sich selber daran finden kann.
      Liebe Grüße, Vanessa

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