Paris, Gilles: Mein Leben als Zucchini

Rezension Gilles Paris – Mein Leben als Zucchini

 

Klappentext:

Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird – denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit…

Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris

Meinung:

Als der 9-jährige Icare, von allen nur Zucchini genannt, durch ein Unglück seine Mutter verliert, kommt er in ein Kinderheim. Doch so traurig das im ersten Moment klingt, erweist sich das Kinderheim als großes Glück für Icare. Zum ersten Mal in seinem jungen Leben findet er Freunde, Rückhalt und einen Rhythmus. Und als auch noch die junge Camille ins Heim kommt, findet er auch Liebe. Doch das Schicksal hält noch mehr für ihn bereit.

Es fiel mir nicht schwer, mich auf Icare, pardon, Zucchini einzulassen. Dieses liebenswerte Kind geht mit einer solchen Weitsicht durchs Leben, ist neugierig, hinterfragt vieles und versprüht doch so viel Lebensfreude, trotz der harten Umstände, in die er hineingeboren wurde. Ja, ich habe ihn ins Herz geschlossen, ebenso wie die anderen Heimkinder.

Denn Zucchini erzählt seine Geschichte selber. Und das nicht rückblickend als Erwachsener, sondern aus seiner kindlichen Sicht. Dabei kommen trotz der traurigen Grundthematik so viele witzige, heitere und kluge Momente hervor, dass man das Buch einfach nicht gerne aus der Hand legen möchte. Altklug und wissbegierig, in langen, recht einfach gehaltenen, aber poetischen Sätzen, ist dieser Roman ein kleiner Pageturner mit dem ganzen Charme, den ich mir immer von einem französischen Roman erhoffe.

Aber nicht nur Zucchini schließt man ins Herz. Auch die anderen Kinder berühren und bezaubern. Und auch wenn sie so manchen Schabernack betreiben, richtig böse kann man ihnen einfach nicht werden und jedes einzelne Schicksal hat mich tief berührt.

 

Fazit:

Mein Leben als Zucchini ist ein tieftrauriger, berührender, zutiefst komischer Roman, der eine Hommage an die Kinder, das Leben und die Liebe schafft. Zucchini und seine Freunde muss man einfach ins Herz schließen. Großartig erzählt und sehr bewegend, aber niemals zu bedrückend, trotz der ernsten Thematik.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

5 Punkte

 

Preis

Gebunden: 14,99 Euro

 

Verlag: Knaus Verlag
ISBN: 978-3-8135-0770-6
Seitenzahl: 240
Übersetzer:  Melanie Walz

Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Mein-Leben-als-Zucchini/Gilles-Paris/Knaus/e522906.rhd

Vielen Dank an den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar.
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