Mulhauser, Travis: Sweetgirl

Rezension Travis Mulhauser – Sweetgirl

 

Klappentext:

Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen.

Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.

Sweetgirl

Meinung:

Eigentlich sollten sich 16-jährige Mädchen mit anderen Dingen beschäftigen, als sich auf die Suche nach der drogenabhängigen Mutter zu machen. Doch Percys Leben besteht leider nicht aus „Sweet 16“-Parties und so ist sie gezwungen, mitten in einem Blizzard die möglichen Aufenthaltsorte abzuklappern. Erster Stopp ist das Haus des Drogendealers Shelton, wo sie zwar ihre Mutter nicht antrifft, dafür aber ein unterkühltes und unterernährtes Baby findet, dass sie kurzerhand mitnimmt, da deren Mutter mit Shelton auf einem Drogentrip ist. Percy will das Kind in ein Krankenhaus bringen, doch die Witterung hat sich gegen sie gestellt. Und so ist Percy gezwungen, sich zu Fuß auf den Weg zu machen, verfolgt von dem unterbelichteten Shelton und den Männern, die er zum Auffinden des Babys angestellt hat. Das hat zur Folge, dass nicht nur das Wetter tödlich werden könnte.

Percy ist, wenig verwunderlich, ziemlich abgeklärt für ihr Alter. Sie hat schon viel Mist mitgemacht und fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich. Auch wenn ich sie insgesamt ganz gerne mochte, fehlte es mir aber leider an Nähe zu ihrer Figur. Auch bei den anderen Charakteren im Roman blieb diese Distanz bestehen, so dass ich zwar mit genügend Spannung deren Schicksale verfolgt habe, diese mich aber nicht so stark berührt haben, wie es vielleicht vom Autor angedacht war.

Travis Mulhauser hält sich nicht lange mit großen Einleitungen auf und führt den Leser direkt in die Geschichte und ins Geschehen. Abwechselnd richtet er den Blick auf Percy, die in der Ich-Perspektive erzählt und Shelton, der seine Sicht in der dritten Person wiedergibt. Das sorgt für Abwechslung und Tempo im Buch, so dass es keine wirklichen Längen im Roman gibt und den Irrwitz an der Geschichte stark hervorhebt. Die eingängige Erzählweise wurde von Sophie Zeitz übersetzt. Alles in allem stimmt die Mischung aus Western und Drama und unterhaltsame Lesestunden erhält man als Leser auf jeden Fall mit diesem kurzweiligen Roman. Leider fehlte mir, wie schon erwähnt, die Nähe zu den Figuren. Für einen Debüt-Roman hat Travis Mulhauer hier aber ein solides Werk vorgelegt.

 

Fazit:

Sweetgirl weiß durchaus zu unterhalten und bietet einen schönen „Western-Drama“-Mix mit einer taffen Heldin und einer berührenden Story. Leider fehlt den Charakteren noch das gewisse Etwas, um diesen Roman runder zu machen. Lesenswert ist er aber durchaus.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

3,5 Punkte

 

Preis

Klappenbroschur: 14,90 Euro

 

Verlag: DTV Premium
ISBN: 978-3-423-26126-5
Seitenzahl: 256
Übersetzer: Sophie Zeitz

Quelle: https://www.dtv.de/buch/travis-mulhauser-sweetgirl-26126/

Vielen Dank an den DTV Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Ein Gedanke zu “Mulhauser, Travis: Sweetgirl

  1. Pingback: [Rezension] Sweetgirl von Travis Mulhauser | Buchstabenträumerei

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