Rosenfeld, Astrid: Zwölf Mal Juli

Rezension Astrid Rosenfeld – Zwölf Mal Juli

 

Klappentext:

»Liebe Juli, ich komme in zwölf Tagen. Bist Du da? Jakob« Juli, eine Schriftstellerin mit Stapeln unbezahlter Rechnungen, exzentrischen Freunden und einer Neigung zu überlebensgroßen Träumen, bleiben zwölf Tage, bis sie Jakob wiedersieht – den Mann, der ihr das Herz gebrochen hat. In dieser Zeit trifft sie auf zwölf Menschen. Das Porträt einer eigenwilligen jungen Frau in zwölf verrückten und skurrilen Begegnungen.

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Meinung:

Wenn einen die große Liebe plötzlich verlässt, steckt man das nicht einfach so weg. Und wenn besagte Person sich nach Jahren der Funkstille unverhofft meldet, geht auch das nicht spurlos an einem vorbei. So ergeht es Juli, die Jakob damals einfach sitzen gelassen hat. Nun ist Juli sich unsicher, wie sie auf Jakobs Kontaktaufnahme reagieren soll. 12 Tage bleiben ihr noch, bis Jakob eintrifft. Ob die Zeit reicht, sich über ihr Leben und ihre Gefühle klar zu werden?

Juli ist eine sehr verloren wirkende Frau. Ihre Familienverhältnisse sind bizarr, die Mutter passt sich den jeweiligen Partnern an, der einst tyrannische Vater lebt in einer vollgestopften Wohnung. Niemanden scheint sie es recht machen zu können und die Kreativität, die ihr Leben finanzieren soll, lässt auch auf sich warten. Meine Sympathien hat Juli ganz eindeutig für sich gewinnen können. Die Nebenfiguren im Roman nehmen zum Großteil nur eine begleitende Rolle ein um Julis Figur abzurunden und voranzutreiben. Mir persönlich hat die Handhabung der Charaktere sehr gut gefallen und ich habe in diesem Werk nichts vermisst.

12 Kapitel durchziehen dieses kleine, aber feine Buch. 12 Menschen begleiten Juli durch die Tage und sorgen dafür, dass Juli sich mit ihrem Leben auseinandersetzt. Astrid Rosenfeld hat einen sehr poetischen, ruhigen Roman geschrieben, der subtil wirkt und stark zum Nachdenken anregt. Julis Geschichte hat mich berührt und ich bin beeindruckt, wie dicht und komplex die Autorin ihre Hauptfigur auf den wenigen Seiten aufgebaut hat. Die Handlung ist etwas verrückt, aber sehr unterhaltsam, was für genügend Spannung und Abwechslung sorgt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und Julis Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei der Blickwinkel auf die Hauptfigur gerichtet bleibt.

 

Fazit:

Zwölf Mal Juli ist ein kleines, aber intensives Buch. Ich mochte Juli und ihre Geschichte sehr gerne. Der Weg durch die 12 Tage war berührend und nachdenklich stimmend, der Erzählstil bezaubernd und prägnant.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

5 Punkte

 

Preis

Taschenbuch: 10,00 Euro

 

Verlag: Diogenes Verlag
ISBN: 978-3-257-24367-3
Seitenzahl: 160

Quelle: http://www.diogenes.ch/leser/titel/astrid-rosenfeld/zwoelf-mal-juli-9783257243673.html

Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar.
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2 Gedanken zu “Rosenfeld, Astrid: Zwölf Mal Juli

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