Weihnachten at Vanessas Bücherecke – Schuld war nur der Mistelzweig von Judy Astley und Mince Pies

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Buchvorstellung: Schuld war nur der Mistelzweig und Mince Pies

 

Zur Weihnachtszeit gehören für mich einfach besinnliche Familienromane dazu. Dieses Jahr startete ich mit Schuld war nur der Mistelzweig in die Weihnachtsvorzeit.

Schuld war nur der Mistelzweig

Klappentext:

Theas Eltern wollen die ganze Familie zu Weihnachten nach Cornwall einladen, in ein großes Haus am Meer, dabei sind sie eigentlich dabei, sich zu trennen. Thea selbst ist gerade Single geworden, denn ihr Exfreund hat sich gegen ein Kind und für die Welpenzucht entschieden – was für ein Kotzbrocken. Während es draußen wie verrückt schneit, wird drinnen heftig Weihnachten gefeiert. Der riesige Mistelzweig, den Sean, der schwule Verwalter des Hauses, aufhängt, sorgt zusätzlich zu den neuen Partnern der Eltern, die plötzlich auftauchen, für Verwirrung. Sean ist einfach toll, das finden Thea und die Leserin, und vielleicht ist er ja gar nicht schwul?

Meinung:

Eigentlich ist es Thea nicht so nach Weihnachten, doch ihre Eltern haben die gesamte Familie nach Cornwall eingeladen, um dort in einem großen Ferienhaus ein letztes Mal zusammen Weihnachten zu feiern. Denn die Eltern haben beschlossen, sich nun doch endlich mal scheiden zu lassen. Zusammen mit ihrer Schwestern, deren Mann und den zwei Kindern, sowie ihrem Bruder mit Sohn und Ehefrau soll es also nochmal besinnlich werden. Konflikte sind vorprogrammiert, und als dann auch noch der schwule Hausverwalter Sean einen riesigen Mistelzweig im Haus anbringt, ist das Gefühlschaos perfekt.

Ich muss ja sagen, dass der Roman mich insgesamt nicht wirklich überraschen konnte, denn ganz ehrlich, so gut wie alles zeichnete sich von vornherein ab. Aber es gab ein paar Überraschungsmomente und ich habe mich doch gut aufgehoben gefühlt im Roman. Die Charaktere sind nett, etwas schrullig und sorgen für so manchen Schmunzelmoment. Und das wichtigste im Buch ist, dass dieses wirklich Weihnachtsstimmung aufkommen lässt, was zuletzt auch den vielen, vielen Mince Pies geschuldet ist, die in diesem Roman verzehrt werden. Mince Pies kennt ihr nicht? Kein Problem, kannte ich auch nicht und stelle diese deshalb etwas weiter unten mal vor 😉

Judy Astleys weihnachtliches Buch ist äußerst stimmungsvoll von Anna-Christin Kramer und Jenny Merling übersetzt worden, lädt zu kurzweiligen und besinnlichen Lesestunden auf der Couch ein und sorgt einfach für das richtige Weihnachtsfeeling. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Sichtweise wechselt unter den Familienmitgliedern, so dass man einen guten Überblick über alle Geschehnisse erhält. Leider bleibt noch einiges am Ende des Romans offen, doch man darf sich schon auf das nächste Buch freuen, denn mit „Trau dich unterm Mistelzweig“ wird es dann 2017 weiter gehen.

Fazit:

Ein Wohlfühlbuch und perfekt für die Weihnachtszeit, wer auf schöne, unterhaltsame und auch manchmal witzige besinnliche Unterhaltung spekuliert. Zwar kann die Geschichte in vielen Punkten nicht überraschen und ist recht vorhersehbar vom Verlauf, für einen schönen Lesenachmittag mit Tee/Kaffee und Weihnachtsplätzchen am Lieblingsleseplatz sorgt es aber alle male.

Von mir gibt es weihnachtliche 4 von 5 Punkten.

4 Punkte

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro

 

Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-04867-4
Seitenzahl: 320Übersetzer: Anna-Christin Kramer und Jenny Merling

 


 

Mince Pies zum Buch

 

Mince Pies sind eigentlich DAS tradionelle Weihnachtsgebäck in Großbritanien und spielen eine wichtige Rolle hier in dem Buch. Selber kannte ich das Gebäck noch nicht, deshalb habe ich mich schnell auf die Suche gemacht und so eine enorme Menge an Rezepten gefunden. Hängen geblieben bin ich dann an einem Rezept, das Katherine Webb vor 2 Jahren für den Blog Herzenszeilen bereit gestellt hat.

Aber auch nach einigem Stöbern in meinen Backbüchern und -zeitschriften bin ich auf ein Mince Pies Rezept gestoßen.

Meine ersten Mince Pies - Nicht sehr schön geworden, aber sehr lecker ;)

Meine ersten Mince Pies – Nicht sehr schön geworden, aber sehr lecker 😉

Extra für euch habe ich die kleinen Gebäcke dann mal ausprobiert und kann sagen: Ja, die Dinger sind lecker. Egal ob warm oder kalt, mir haben sie in beiden Variationen geschmeckt. Allerdings sollte man ein Freund von Trockenobst, Orangeat und Zitronat sein, denn all dies ist in den traditionellen Varianten Bestandteil. Aber die Füllung kann man beliebig an die Wünsche anpassen. Wer gerne Christstollen isst, wird in den Mince Pies bestimmt eine Variation finden.

 

Hier mein Rezept dazu:

Füllung:

50g Sultaninen
50g Rosinen
50g Orangeat
50g Zitronat
50g Cranberries
50g Mandelstifte
200g Palmin
1 Apfel in kleinen Stücken
100g Zucker
Saft einer Zitrone (und ggf. den Abrieb – Aber bitte nur von einer unbehandelten Zitrone!)
100ml Rum

Alle Zutaten gut in einer Schüssel mit Deckel vermischen und für einige Tage kühl lagern

 

Für den Teig:

120g Butter
240g Mehl
etwas kaltes Wasser zum Binden

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen

 

Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Muffinblech (12 Mulden) ausbuttern und zur Seite stellen.
Den Teig dünn ausrollen und 12 Kreise ausstechen, so dass diese die Muffinform recht gut ausfüllen. Mit der Füllung füllen und alle 12 Mulden mit einem weiteren Stück Teig verschließen. Die Ränder habe ich behutsam geschlossen und das ganze vor Backen noch mit einem verquirlten Eigelb und etwas Zucker bestreut. 12-15 Minuten backen, etwas auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Muffinform lösen. Schmecken kalt oder wam 🙂

Guten Appetit

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Ein Gedanke zu “Weihnachten at Vanessas Bücherecke – Schuld war nur der Mistelzweig von Judy Astley und Mince Pies

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