Laurain, Antoine: Das Bild aus meinem Traum

Rezension Antoine Laurain – Das Bild aus meinem Traum

 

Klappentext:

Maître Pierre-François Chaumont, ein brillanter Pariser Anwalt, ist leidenschaftlicher Kunstsammler und lässt sich keine Auktion entgehen. Von einem alten Ölgemälde kann er eines Tages den Blick nicht mehr abwenden: Der dargestellte Mann mit gepuderter Perücke ähnelt ihm wie sein Spiegelbild! Das Porträt soll seine Sammlung krönen und er ersteigert es, aber schon bald wandelt sich das Glücksgefühl in Paranoia, denn Pierre-François fürchtet, verrückt geworden zu sein: Niemand seiner Familie oder Freunde sieht die frappierende Ähnlichkeit.
Mithilfe des Wappens findet er jedoch die Familie des Porträtierten – ein altes Adelsgeschlecht, das seit Jahrhunderten auf Schloss Mandragore in der Bourgogne lebt. Heimlich reist Pierre-François dorthin und erlebt eine weitere Überraschung: Jeder scheint ihn zu kennen! Man hält ihn für den seit Jahrzehnten verschollenen Grafen, und Pierre-François belässt es dabei – er kann der Versuchung nicht widerstehen, einfach eine neue Identität anzunehmen und ein neues Leben anzufangen … Antoine Laurain erzählt in seinem Debüt von der Suche nach Identität, sich selbst und dem Glück, und von der Faszination für schöne und alte Dinge, die ihre eigenen Geschichten haben.

Das Bild aus meinem Traum

Meinung:

Ihr könnt ich nicht vorstellen, wie groß meine Freude war, als ich ein Überraschungspaket vom Atlantik Verlag erhielt, und den neuen Roman von Antoine Laurain plötzlich in meinen Händen. Schon mit Liebe mit zwei Unbekannten hat der Autor mein Herz erobert, dass ja besonders für französische Literatur sehr hoch schlägt. Nun hat der Verlag endlich das Debüt des Autors übersetzt und ich versank nur allzu bald in der Welt von Pierre-François Chaumont.

Dieser lebt in Paris und ist ein erfolgreicher Patenanwalt. Seit seiner Jugend hegt er außerdem eine große Leidenschaft für Antiquitäten. Als er eines Tages für eine unverschämt hohe Summe ein Bild ersteigert, gerät seine Welt komplett aus den Fugen. Denn auf dem Bild, dass aus dem 18. Jahrhundert stammt, scheint ihm bis aufs Haar zu gleichen. Doch kaum ersteigert, fängt der Ärger an. Seine Frau und seine Freunde wollen keine Ähnlichkeit erkennen und Chaumont ist frustriert. Er ermittelt die Familie durch das Wappen auf dem Bild und spürt diese auf. Die Suche führt ihn auf ein Weingut, wo er direkt als der dort als verschollen geltende Graf wiedererkannt wird. Chaumont ist begeistert, dass die Ähnlichkeit nun erkannt wird, doch kann er einfach eine fremde Identität annehmen?

Auch wenn Pierre-François Chaumont auf den ersten Blick ein wenig großspurig und überheblich wirkt, so mochte ich ihn doch nach kurzer Zeit sehr gerne. Seine etwas exzentrische Art und seine Begeisterung für Antiquitäten geben ihm etwas Kauziges, aber Liebenswertes. Auch die Nebenfiguren sind weitestgehend gut ausgearbeitet, obwohl von denen nicht so viele hier vorkommen. Einzig Chaumonts Kanzleipartner Chevrier blieb mir zu blass und zu sehr Randfigur. Für ein Erstlingswerk passt die Zusammenstellung und Ausarbeitung schon ganz gut.

Dass Laurain selber mal Antiquitätenhändler war und sich in dem Metier auskennt, merkt man dem Roman direkt an, denn mit viel Liebe zum Detail führt er den Leser in diese Welt ein. Mit schönen, eleganten Sätzen und viel Charme versinkt man beim Lesen im Buch und möchte so schnell nicht wieder daraus auftauchen. Die kurzen Kapitel, Chaumonts Erlebnisse, die in der Ich-Perspektive erzählt werden, und die amüsante Geschichte sorgen für unbeschwerte Lesestunden. Sina de Malafosse hat hier richtig gute Arbeit geleistet und die Sprache des Autors ganz wundervoll ins Deutsche gebracht.

 

Fazit:

Zwar kommt Das Bild aus meinem Traum nicht ganz an die beiden anderen Romane des Autors ran, trotzdem hatte ich wieder einmal wunderschöne Lesestunden mit dem Roman, habe in der Sprache geschwelgt und mich von der charmanten Geschichte einfangen lassen.

Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

4,5 Punkte

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Preis

Gebunden: 20,00 Euro

 

Verlag: Atlantik Verlag
ISBN: 978-3-455-65045-7
Seitenzahl: 192
Übersetzer: Sina de Malafosse

Quelle: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/das-bild-aus-meinem-traum-buch-8215/

Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar.
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