Baricco, Alessandro: Smith & Wesson

Rezension Alessandro Baricco – Smith & Wesson

 

Klappentext:

Tom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik nur die Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichtse lernen sich bei den Niagarafällen kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als »Leichenfischer« verdingt. Und dann ist da noch die Journalistin Rachel, die der erste Mensch sein will, der einen Sturz von den Fällen überlebt. Zu dritt wollen sie der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden.

Smith & Wesson

Meinung:

An den Niagarafällen im Jahre 1902 sucht Tom Smith den Fischer Jerry Wesson auf, um diesen für seine Forschungen zu befragen. Den Smith betätigt sich als Wetterforscher, um Anhang von Wahrscheinlichkeiten das Wetter vorherzusagen. Kurze Zeit später werden sie von der Journalistin Rachel frequentiert, die gemeinsam mit den beiden ein großes Ereignis auf die Beine stellen will, um ihre Stelle als Journalistin zu festigen und zu erhalten. Ein abenteuerlicher Plan wird entworfen.

Smith und Wesson haben mit den Waffenherstellern wenig gemeinsam. Der eine ist eher ein Betrüger und Erfinder, der sich mit einigen Tricksereien durchs Leben schummelt, der andere steht im Schatten seines Vaters. Und Rachel ist eine ehrgeizige junge Frau, die darunter leidet, dass man als Frau nicht als ebenbürtig angesehen wird. Trotz der Kürze des Stücks hat Baricco seine Figuren sehr dicht konstruiert.

Smith & Wesson ist kein klassisches Buch, sondern ein Bühnenstück. Somit besteht die Lektüre aus Dialogen und Regieanweisungen. Und gerade das macht das Buch unglaublich unterhaltsam. Man kann sich die Szenen sehr gut vorstellen und erfährt in den Gesprächen unheimlich viel um die Umstände und über die Figuren. So manches Gespräch hat bei mir laute Lacher auslösen können und trotz der Tragik, die im Buch mitschwingt, ist das Buch sehr vergnüglich und selbstironisch geschrieben. Die einzelnen Akte sind kurz und übersichtlich gehalten, was dafür sorgt, dass man das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hat und mit ein wenig Wehmut zuklappt. Man merkt dem Buch an, dass es richtig gut von Annette Kopetzki übersetzt wurde.

 

Fazit:

Smith & Wesson ist ein kurzweiliges Bühnenstück über eine abenteuerliche Geschichte an den Niagara-Fällen, die mit minimalem Aufwand große Wirkung erzielt und kurzweilig unterhalten kann. Die Handlung stimmt nachdenklich und bleibt in Erinnerung, der wunderbare Erzählstil tut sein Übriges.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

5 Punkte

 

Preis

Gebunden: 18,00 Euro

Verlag: Hoffmann & Campe
ISBN: 978-3-455-40577-4
Seitenzahl: 112
Übersetzer: Annette Kopetzki

Quelle: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/smith-wesson-buch-8151/

Vielen Dank an den Hoffmann & Campe Verlag für das Rezensionsexemplar.
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