Delacourt, Grégoire: Alle meine Wünsche

Rezension Grégoire Delacourt – Alle meine Wünsche

 

Klappentext:

Strickwaren, Hosenknöpfe, Baumwoll- und Elastikspitze oder Bänder mit Pailletten – darum dreht sich die Welt in Jocelynes Kurzwarenladen. Darum kreist auch ihr Blog, mit dem sie immer mehr Frauen das Vergnügen des Handarbeitens nahebringt. Jocelyne hat zwei erwachsene Kinder und ein drittes bei der Geburt verloren, was ihrer Ehe einen zeitweiligen Riss gegeben hat. Ihr Mann ist alles andere als der erträumte Märchenprinz, doch Jocelyne liebt auch ihn. Sie ist einfach glücklich mit ihrem bescheidenen Leben – bis sie sich von ihren Freundinnen überreden lässt, einmal, nur ein einziges Mal Lotto zu spielen.

Alle meine Wünsche

Meinung:

Nachdem mich kürzlich Die vier Jahreszeiten des Sommers so begeistert hat, wollte ich mehr von Grégoire Delacourt lesen und legte mir dieses optisch wunderschöne Buch zu.

In diesem Buch begleiten wir die Mittvierzigerin Jo. Diese führt eigentlich ein solides Leben. Seit Jahrzehnten ist sie mit ihrem Mann Jo, der zufälligerweise den gleichen Namen und wie sie hat, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ist Inhaberin eines Kurzwarengeschäfts, welches mal mehr und mal weniger erfolgreich läuft. Jo hat gelernt, sich mit den kleinen Dingen im Leben zu arrangieren und damit zufrieden zu sein. Als ihre Freundinnnen sie zu einem Lottolos überreden, ändert sich für Jo schlagartig alles, denn sie gewinnt den Jackpot von über 18 Millionen Euro. Doch wird das viele Geld sie wirklich glücklicher machen können? Wie werden sich ihr Leben und die Beziehung zu ihrem Mann entwickeln? Und welche Wünsche hat sie überhaupt, die sie erfüllen möchte? Kurzerhand legt Jo Listen an, in denen sie ihre Wünsche festhält.

Wieder einmal hat der Autor es geschafft, in einem relativ kurzen Buch ziemlich komplexe Charaktere zu schaffen und so fiel es mir nicht schwer, mich in Jocelyne hineinzuversetzen. Sie ist eine nette, bescheidene Frau, die man eigentlich gerne mag und der man den Gewinn auch wirklich gönnt. Auch ihre Zweifel und Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen und ihre Verluste haben mich berührt und betroffen gemacht. Ebenso haben mir die Nebencharaktere gefallen, die zwar nicht so stark hervorgehoben sind wie Jo, trotzdem aber mit ihren Eigenheiten hervorstechen.

Auch sprachlich konnte der Autor wieder direkt einfangen, allerdings hat mich die Geschichte nicht ganz so umgehauen, wie Die vier Jahreszeiten des Sommers. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch und es enthält viele wundervolle Momente, die dieses Buch zu einem sehr schönen Leseerlebnis haben werden lassen. Jocelyne erzählt ihre Geschichte in der Ich-Perspektive, die einzelnen Abschnitte sind dabei recht kurz. Da das Buch nicht sehr lang ist, ist es zwar schnell gelesen, es hallt aber länger nach.

 

Fazit:

Alle meine Wünsche ist eine bezaubernde, kleine Geschichte, die zu Herzen geht und den Leser berührt. Perfekt für einen gemütlichen Lesenachmittag.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

4 Punkte

 

Quelle: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/alle-meine-wuensche-buch-7226/

 

Preis

Gebunden: 15,00 Euro

 

Verlag: Atlantik Verlag
ISBN: 978-3-455-60018-6
Seitenzahl: 160
Übersetzer: Claudia Steinitz

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