Theroux, Paul: Der Fremde im Palazzo d’Oro

Rezension Paul Theroux – Der Fremde im Palazzo d’Oro

 

Klappentext:

Taormina, Sizilien, Sommer 1962: Als ein junger Amerikaner auf Italienreise ein faszinierendes Paar kennenlernt, beschließt er, länger in dem malerischen Küstenort zu bleiben. Schnell verstrickt er sich in Sehnsüchte und Leidenschaften, die ihn gleichermaßen faszinieren und abstoßen. Ein Roman über die Macht der Erinnerungen, die ein Leben formen und prägen.

Der Fremde im Palazzo dOro von Paul Theroux

Meinung:

Ein junger Amerikaner trifft in Sizilien im Jahre 1962 auf ein geheimnisvolles Paar. Von der schönen Frau ist er direkt fasziniert und er schafft es, dass die beiden ihn zum Bleiben einladen. Doch sein Aufenthalt ist an Bedingungen geknüpft: Er soll der Dame zu Diensten sein und sich um ihre Wünsche kümmern. Doch die sind anfangs nicht immer eindeutig und er braucht eine Weile, bis er sie durchschaut. Immer mehr baut sich eine erotische Spannung zwischen ihnen auf, doch noch fehlt ihm der entscheidende Schlüssel, um diesem Begehren nachgehen zu können.

Der junge Amerikaner ist Maler und kann dank dieses Talents kann er die Aufmerksamkeit der deutschen Gräfin auf sich ziehen. Leider drehen sich die Gedanken des Malers hauptsächlich um die Frau und deren Verführung. Das hat den Nachteil, dass man nur oberflächlich an den Figuren kratzt und mir diese insgesamt zu blass blieben. Und die Charaktereigenschaften der Gräfin, die der Leser sich aus ihrem Verhalten erschließt, machen sie nicht unbedingt sympathischer. Ich konnte ihre Beweggründe nicht wirklich nachvollziehen. Die Figuren konnten mich also nicht wirklich überzeugen.

Der Maler erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive, startet in der Gegenwart, wo er das Hotel in Sizilien erneut aufgesucht hat und lässt dann die Vergangenheit Revue passieren. Insgesamt hat mich das kurze Buch leider nicht so packen können, wie ich mir aufgrund der Inhaltsangabe erhofft habe. Zwar ist das Buch sprachlich schön geschrieben, leider liegt der Fokus zu sehr auf den erotischen Begegnungen der beiden. Wenn mir die Figuren sympathischer gewesen wären, hätte ich mich wahrscheinlich wohler mit dem Buch gefühlt. Die Kapitel sind recht übersichtlich gehalten und da das Buch nicht wirklich dick ist, kommt man auch ziemlich zügig durch.

 

Fazit:

Trotz der ansprechenden Inhaltsangabe hat mich das Buch nicht ganz so begeistern können wie erhofft. Die Charaktere waren mir insgesamt zu blass und unsympathisch, die Handlung zu einseitig. Einzig der schöne Sprachstil hat mir richtig gefallen, der Rest war in Ordnung, aber nicht weltbewegend.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

3 Punkte

 

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro
eBook: 8,99 Euro

 

Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3-453-41966-7
Seitenzahl: 176
Übersetzer: Gregor Hens

Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Fremde-im-Palazzo-dOro/Paul-Theroux/Heyne/e490909.rhd

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.
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