#Sommerlochklassiker: Truman Capote – Frühstück bei Tiffany

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Frühstück bei Tiffany zählt zu einem meiner liebsten Filme. Nicht nur, dass ich die Schauspielerin Audrey Hepburn nahezu vergöttere, auch die Handlung hat mich schon von früh auf in ihren Bann gezogen. Dass der Film auf einem Buch beruht, dass wurde mir erst später klar, gelesen hatte ich das Werk von Truman Capote aber nie.

Kürzlich stolperte ich beim Stöbern dann wieder über den Autor und beschloss, meine Bildungslücke in Bezug auf ihn zu schließen. Was lag also näher, als mich mit seinem wohl bekanntesten Werk Frühstück bei Tiffany zu beschäftigen? Gesagt getan, das Buch in der wunderschönen Taschenbuchausgabe von Kein & Aber Pocket landete im Einkaufkorb und auf meinem Nachttisch.

Frühstück bei Tiffany

Somit begab ich mich also ans Lesen dieses doch recht übersichtlichen Romans, denn mir gerade mal knapp 120 Seiten ist der Roman nicht wirklich dick.

Schnell war ich auch im Roman eingetaucht, denn Truman Capote hat einen sehr fesselnden Schreibstil, wundervoll übersetzt von Heidi Zerning, Aber ebenso schnell stellte ich fest, dass es doch erhebliche Unterschiede zwischen dem Buch und dem Film gibt. Spielt der Film in den frühen 1960er Jahren, befindet man sich im Roman mitten im 2. Weltkrieg. Nach und nach erschlossen sich mir damit aber einige Dinge, die im Film zwar angesprochen werden und behandelt werden, mir nach der Lektüre aber viel klarer und schlüssiger erschienen. Nimmt man z. B. die Stellung von Hollys Bruder Fred, dann macht es natürlich viel mehr Sinn, dass dieser im 2. Weltkrieg gefallen ist. Auch die Ehe mit Doc lässt sich auf dieser Zeitebene besser nachvollziehen, da Holly ja noch sehr jung ist bei der Eheschließung. Zwar gibt der Film für beides eine brauchbare Lösung, die Ansätze aus dem Buch haben mir aber viel besser gefallen.

Aber auch Handlungsmäßig weicht der Roman vom Film ab und so hatte ich bei der Lektüre zwar die Schauspieler und ein paar Szenen aus dem Film im Kopf, konnte aber auch unheimlich viel Neues im Buch entdecken. Auch die Figuren sind um einiges dichter, als im Film, auch wenn Audrey Hepburn der Rolle der Holly Golightly absolut gerecht wurde. Mir hat es vor allem bei Hollys Redefluss im Buch sehr geholfen, die Dialoge des Films im Kopf zu haben, um die richtige Betonung zu finden. Erzählt wird die Geschichte im Roman aber nicht aus Hollys Sicht, sondern aus Pauls. Auch seine Rolle weicht von der Hollywood-Version ab. Aber ich will da nicht zu viel verraten, dass sollte man als Leser selber für sich entdecken können.

Wer den Film also schon kennt, sollte sich nicht scheuen, auch mal das Buch zu lesen. Denn beide sind letztendlich jeder für sich ein kleines Kleinod und es wert, für sich entdeckt zu werden.


Buchinfo:

Verlag: Kein & Aber Pocket
Preis Taschenbuch: 10,00 Euro
ISBN: 978-3-0369-5934-4
Seitenzahl: 128
Übersetzer: Heidi Zernin

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