Alcott, Kate: Zurück nach Tara

Rezension Kate Alcott – Zurück nach Tara

 

Inhalt aus dem Klappentext:

Hollywood, 1938. Der Himmel leuchtet grell orangerot, Gebäude gehen in Flammen auf, Menschen eilen aufgeregt durcheinander. Eine junge Frau bahnt sich einen Weg durch die Menge, auf der Suche nach keinem Geringeren als David O. Selznick. Gerade jetzt, als der in Culver City ein Flammeninferno inszeniert – und damit die Dreharbeiten zum aufsehenerregendsten Filmprojekt aller Zeiten einläutet: Vom Winde verweht.
Julie ist noch nicht lange hier, in der sagenumwobenen Stadt voll Glitzer und Glamour, umjubelter Filmstars und skandalöser Partys. Sie will Drehbücher schreiben, doch noch ist sie nur eine kleine Schreibkraft in Selznicks Produktionsfirma. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass sie mitten hineingerät in die dramatische Liebesgeschichte von Scarlett und Rhett, die ganz Amerika aufseufzen ließ. Und nicht nur das: Auch die Affäre von Selznicks Star Clark Gable mit der Femme fatale Carole Lombard wird mit einem Mal Julies ganz persönliche Angelegenheit …

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Meinung:

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Vom Winde verweht zum ersten Mal sah. Eher durch Zufall schaltete ich abends den Film ein und blieb gebannt daran hängen. Auch heute noch finde ich diesen Film wundervoll und schwelge gerne in Erinnerungen daran.

In diesem Buch greift Kate Alcott auf die Dreharbeiten des Meisterwerks zurück. Als Leser begleiten wir die junge Julie Crawford, die sich in Hollywood als Drehbuchautorin etablieren möchte. Am Set von Vom Winde verweht kommt sie unter die Fittiche der berühmten Schauspielerin Carole Lambert und erfährt die Höhen und Tiefen des Showbusiness.

Julie ist eine Tochter aus gutem Hause des mittleren Westens. Ihre Eltern  sind mir ihrer Berufswahl nicht wirklich einverstanden, wollen Julie aber anscheinend eine Chance einräumen, sich die Flausen aus dem Kopf zu vertreiben, denn man hat den Eindruck, dass ihre Eltern Julies Zukunftspläne eher für Träumereien halten. Doch Julie ist ehrgeizig und ergreift die Gelegenheiten, die sich ihr bieten. In dem Assistenten Andy scheint sie einen soliden Partner gefunden zu haben, doch dieser steht der Beziehung skeptisch gegenüber, ahnt er doch, dass er keine gute Partie für sie darstellen wird, wenn er auf ihre Eltern trifft.

So wundervoll plastisch die Begebenheiten rund um die Hollywood-Produktionen ist, so flach bleibt leider Julies eigene Geschichte. Kate Alcott schwelgt in den glanzvollen Zeiten des Filmbusiness, lässt den Leser hautnah an den Dreharbeiten und den berühmten Szenen des Films teilhaben, nimmt die vielen Schwierigkeiten und das weltpolitische Geschehen mit auf, kann aber Julies Geschichte nicht ebenso plastisch darstellen, wie den Rest. So gerät diese eher in den Hintergrund und wirkt wie eine Nebenhandlung, die den Rahmen um die Schlangengrube Hollywood setzt, was ich ein wenig schade fand. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, Einblicke in die Handlungsweise und Machart eines Hollywoodfilms zu bekommen und war wieder einmal erstaunt, wie viele Menschen doch hinter so einen Film stecken. Die vielen berühmten Persönlichkeiten sorgen für einen extra Bonus in diesem Buch und der insgesamt einnehmende Schreibstil der Autorin für angenehme und unterhaltsame Lesestunden. Die Kapitel sind nicht zu lang geraten und in der dritten Person erzählt, lässt und Julie an ihren Erlebnissen teilhaben.

 

Fazit:

Zurück nach Tara punktet definitiv mit seinem Hollywood-Glamour der 1930er Jahre und seinen Schauspielern, leider blieb mir die Geschichte der Hauptfigur Julie insgesamt zu schwammig und nebensächlich, um das Buch perfekt zu machen.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

3,5 Punkte

 

Quelle: http://www.suhrkamp.de/buecher/zurueck_nach_tara-kate_alcott_36121.html

 

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro
eBook:

 

Verlag: Insel Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3-458-36121-3
Seitenzahl: 381
Übersetzer: Gabriele Gockel und Barbara Steckhan

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