Nouns, Petra: Takla Makan – Das blaue Licht

Rezension Petra Nouns – Takla Makan: Das blaue Licht

 

Inhalt aus dem Klappentext:

Ella, 14, besucht eine Gesamtschule in Berlin-Kreuzberg. Das Klima ist rau, doch mit den meisten in ihrer Klasse kommt sie gut zurecht. Probleme macht eigentlich nur Orkan, der eine viel zu große Klappe hat und sich für unwiderstehlich hält.
Alles wird anders, als Ella aus heiterem Himmel ein blaues Licht erscheint. Das Licht scheint sie für kurze Momente in eine andere Zeit zu entführen. Sie erlebt Situationen mit einem anderen, erwachseneren, einem hilfsbereiten Orkan, in den sie unsterblich verliebt ist… Von nun an sieht sie Orkan mit anderen Augen. Die beiden kommen sich nahe, was ein paar Jungs aus ihrer Klasse überhaupt nicht passt und dazu führt, dass sie von deutscher und von türkischer Seite immer heftiger angegriffen werden.
Was Ella nicht weiß: Ein Orakel in der chinesischen Wüste Takla Makan hat der Großmeisterin der weißen Magie, Leila, offenbart, dass ihr Neffe Orkan zu ihrem Nachfolger bestimmt ist – er und ein deutsches Mädchen, das seine Braut werden soll. Leila belegt Ella mit dem Zauber der verschobenen Zeiten, um ihr einen Weg in die Zukunft zu weisen. Und um Arda, den Schwarzmagier und Gebieter über die Dreibeinige Einsilbige Katze,daran zu hindern, Ella und Orkan ins Verderben zu stürzen.

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Meinung:

Die 14 jährige Ella lebt in Berlin und geht auf eine sehr bunt gemischte Schule, wo der Anteil der deutschstämmigen Schüler nur einen kleinen Teil ausmacht. Ella ist ein wenig genervt davon, allen voran von Obermacker Orkan, doch ihr Vater besteht darauf, dass Ella in einem multikulturellen Umfeld aufwächst. Ellas Mutter glänzt die meiste Zeit durch Abwesenheit, denn als Ethnologin ist sie überall auf der Welt im Einsatz. Als Orkan von seiner Magiertante Leila als ihr Nachfolger auserkoren wird, muss für diesen eine passende Braut gefunden werden, damit Orkan auf der Seite der Guten bleiben wird. Die Wahl fällt natürlich auf Ella und merkwürdige Ereignisse passieren nun um sie herum. Vor allem bei den Erscheinungen im blauen Licht, in denen sie Orkan deutlich näher kommt, als ihr anfangs lieb ist.

Ella ist ein sehr quirliger Charakter. Mir persönlich ging sie manchmal mit ihrer Art auf die Nerven, aber eigentlich verhält sie sich wie eine typische 13/14-jährige. Wir waren alle mal in dem Alter, deshalb sei ihr das verziehen 🙂 Die magischen Ereignisse um sie herum verängstigen Ella zwar, richtig einschüchtern lässt sie sich aber nicht davon. Außerdem ist Ella alles andere als auf den Mund gefallen. In ihrer Klasse gilt sie eher als Außenseiter, denn sie trägt nicht die neuesten Klamotten und sieht es nicht ein, sich bei den angesagten Leuten einzuschmeicheln. Orkan wirkt auf den ersten Blick wie ein typischer Draufgänger. Er hat eine große Klappe, gibt enorm an und gibt gern den coolen Typen. Aber natürlich entwickeln sich die zwei in diesem Buch weiter und reifen an den für sie vorgesehenen Aufgaben. Auch die Nebenfiguren hat die Autorin passend ausgearbeitet, so dass die Charaktere flüssig ineinander greifen. Ganz ohne Klischees kommen die Protagonisten aber leider nicht aus.

Thematisch behandelt das Buch nicht nur die fantastischen Elemente rund um Leila und Orkan, sondern auch immer wieder aktuelle Themen, wie Migration. Dadurch, dass Ella und Orkan auf eine Schule mit vielen Nationalitäten gehen, kommt es immer wieder zu Konflikten und Streitigkeiten. Diese wirken zwar auch etwas klischeehaft, da Petra Nouns die Rollen klassisch verteilt hat, sind aber aufgrund dass es sich um ein Kinder- bzw. Jugendbuch handelt, angemessen. Die Liebesgeschichte im Buch empfand ich persönlich als ganz nett, aber etwas übertrieben aufgrund des Alters. Die zwei sind erst 14 und sprechen schon von der großen Liebe… Nun ja, ich bin wahrscheinlich schon zu alt dafür und das Buch ist ja auch für ein jüngeres Publikum gedacht, wo es bestimmt mehr Sinn ergibt 🙂 Nichtsdestotrotz kann Petra Nouns sehr gut und altersgerecht erzählen. Die Geschichte ist gut durchdacht und auch wenn es mir von der Handlung manchmal einen Tick zu schnell voran ging, hat es dennoch Spaß gemacht, diesen kurzweiligen Roman zu lesen. Auch das Setting ist gut aufgebaut und wer sich in Berlin auskennt, wird wohl bestimmt die eine oder andere Lokalität wiedererkennen können.

Vielen Dank an den Divan Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Takla Makan – Das blaue Licht spricht auf jeden Fall ein jüngeres Publikum als mich an, denn ich empfand mich beim Lesen als schon zu alt, um mit allen Einstellungen der Figuren umzugehen. Trotzdem hat die Story Spaß gemacht und es werden auch ernstere Themen angesprochen, die uns alle betreffen. Zwar werden diese Themen nicht in aller Ausführlichkeit behandelt, für einen Denkanstoß werden sie auf jeden Fall reichen.

Unter Berücksichtigung der Zielgruppe gibt es von mir 4 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.divan-verlag.de/buch/takla-makan-das-blaue-licht.html

 

Preis

Gebunden: 14,90 Euro
eBook: 6,99 Euro

 

ISBN: 978-3-86327-108-4
Seitenzahl: 192

 

Die Reihe im Überblick, soweit bekannt:

Takla Makan – Das blaue Licht

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