Wood, Naomi: Als Hemingway mich liebte

Rezension Naomi Wood – Als Hemingway mich liebte

 

Inhalt aus dem Klappentext:

Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen – vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.
Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.

Als Hemingway mich liebte

Meinung:

Wer kennt ihn nicht? Ernest Hemingway ist einer der berühmtesten Autoren der Welt. Ein einfacher Charakter war er ganz sicher nicht und  Hemingway war viermal verheiratet. Dieser Roman widmet sich nun diesen vier Frauen, die sich Mrs. Hemingway nennen konnten, zumindest eine Zeitlang.

Jeder Part der Geschichte mit dem nahenden Ende der Ehe. In den 20er Jahren erleben wir, wie Hadley sich mit der Affäre ihres Mannes arrangiert und das Zepter an Pauline, auch Fife genannt, weiter gibt. In den 30er Jahren muss Fife erleben, wie ihr Mann ihr entgleitet und das Feld für Martha räumen. Und in den 40ern begleiten wir Martha dabei, wie sie Hemingway an Mary, seiner vierten und letzten Frau, übergibt.

Jede der vier Frauen ist dabei sehr für ihre jeweilige Zeit geprägt, alle sind unterschiedlich in ihren Charakteren und Einstellungen, aber alle haben Hemingway geliebt. Es war faszinierend und berührend zu lesen, wie sich die Anzeichen für den drohenden Verlust häuften und wie jede Frau auf die ihr eigene Weise mit der Situation umgeht.

In Rückblicken erzählt die Autorin dabei, wie die Frauen Hemingway kennengelernt haben und auf welche Weise ihre Nachfolgerin auftaucht. Dabei schafft es Naomi Wood spielerisch, den Flair des jeweiligen Zeitalters einzufangen.  Detailliert, aber nicht ausschweifend malt Wood ein bewegendes Bild über die Geschehnisse und Schauplätze. Man erhält ein klares Bild der jeweiligen Szenen und auch die Auftritte von vielen weiteren berühmten Persönlichkeiten machen das Buch spannend und fesselnd. Auf den ersten Seiten wirkte der Roman zwar etwas berichtsmäßig, gleichzeitig aber auch sehr emotional. Und so konnte ich mich von Kapitel zu Kapitel mehr und mehr in die Frauen hineinversetzen.
Jede Frau schildert ihre Erfahrungen in der dritten Person, die Story ist so spannend, dass ich das Buch nicht wirklich aus der Hand legen konnte und es dann doch viel zu schnell aus war. Selten war ein Biopic so fesselnd und berührend.

Vielen Dank an den Hoffmann und Campe Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Auch wenn Hemingway und sein Leben vielen bekannt sein dürften, dieser Roman zeichnet ein faszinierendes, spannendes und berührendes Bild über Hemingways Frauen, die ihn in seiner Karriere als Schriftsteller begleitet und geprägt haben. Einfühlsam und gut recherchiert fesselt der Roman einen bis zur letzten Seite, und jede der vier Frauen kann mit ihrer Persönlichkeit überzeugen.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/als-hemingway-mich-liebte-buch-8032/

 

Preis

Gebunden: 20,00 Euro
eBook: 15,99 Euro

 

ISBN: 978-3-455-40559-0
Seitenzahl: 368
Übersetzer: Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiß

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