Riordan, Kate: Im Spiegel ferner Tage

Rezension Kate Riordan – Im Spiegel ferner Tage

 

Inhalt aus dem Klappentext:

London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte – und einen schlimmen Verrat …

Im Spiegel ferner Tage von Kate Riordan

Meinung:

Als die unbedarfte Alice schwanger wird, ist nichts mehr so, wie es mal war. In den 1930er Jahren sollten unverheiratete Frauen nicht schwanger werden. Um den Skandal zu umgehen schickt Alice Mutter sie deshalb auf ein recht einsames Gut in Gloucestershire. Dort angekommen spürt Alice, dass das Anwesen ein Geheimnis umgibt, welches sich um die damalige Gutsherrin Elisabeth dreht und rund 40 Jahre zurück liegt. Alice geht den Spuren und Hinweisen nach, um das Rätsel über diese Frau zu lösen, denn die Ereignisse von damals scheinen auch das heutige Geschehen zu beeinflussen.

Alice ist sehr jung und sehr naiv, deshalb verwundert es einen nicht wirklich, dass sie in diese Situation gekommen ist. Aber trotz ihrer Naivität ist sie auch neugierig und recht gescheit. Insgesamt mochte ich sie ganz gerne, auch wenn es ein wenig gedauert hat, bis ich mit Alice richtig warm wurde. Elisabeth dagegen mochte ich auf Anhieb und ihr Schicksal hat mich doch stark berührt, vor allem da ich als Mutter sehr gut nachvollziehen konnte, wie sie sich fühlte. Mehr will ich auf diese Frauen auch nicht eingehen, denn ich möchte nicht zu viel von der Geschichte vorwegnehmen. Die Nebenfiguren sind geheimnisvoll und gut ausgearbeitet. Auch hier mochte ich die meisten eigentlich sehr gerne.

Grundsätzlich hat mir die Thematik, die Kate Riordan hier aufgegriffen hat, gut gefallen und sie zeigt sehr schön auf, wie sehr die Frauen doch Opfer ihrer Zeit waren, in denen fehlendes Wissen und Empathie zu den tragischen Ereignissen im Buch geführt haben. Leider braucht der Roman recht lange, bis er wirklich interessant wird. Bis Alice z. B. das Gut erreicht, vergehen über 100 Seiten. Auch später bleibt die Geschichte behutsam und trotz einiger Spannungs- und Gruselmomente eher seicht. Die Kapitel sind teilweise sehr lang gehalten und wechseln sich zwischen Alice und Elisabeths Sicht ab. Alice Geschichte wird dabei in der Ich-Perspektive erzählt, Elisabeths in der dritten Person. Der Schreibstil ist ganz eingängig, aber auch eben etwas langatmig. Ein wenig Kürzung hätte der Geschichte durchaus gutgetan. So kann sie zwar gut unterhalten, mit anderen Büchern des Genres aber nicht ganz mithalten.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Die Grundthematik, die Kate Riordan hier aufgreift, fand ich klasse. Die Umsetzung ist leider etwas durchwachsen, da sie insgesamt etwas zu langatmig ausgefallen ist. Trotzdem ist das Buch durchaus spannend und gerade die Epochen, in denen das Buch spielt, sind interessant und ansprechend.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Im-Spiegel-ferner-Tage/Kate-Riordan/Heyne/e455835.rhd

 

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro
eBook: 8,99 Euro

 

ISBN: 978-3-453-41799-1
Seitenzahl: 544
Übersetzer: Heike Holtsch

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