Stephenson, Neal: Amalthea

Rezension Neal Stephenson – Amalthea

 

Inhalt aus dem Klappentext:

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Urmütter von der Raumstation hingegen hochkultiviert — und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren …

Amalthea von Neal Stephenson

Meinung:
Als der Mond explodiert ist nichts mehr so, wie es einst war. Die Menschheit ist gezwungen, innerhalb von 2 Jahren eine Ausweichmöglichkeit für ihr Überlebend zu finden, denn die Bruchstücke des Mondes werden den Planeten für ca. 5000 Jahre unbewohnbar machen. Eine Möglichkeit findet sich in der ISS, die an den Kometen Amalthea angedockt ist, und die Erde umkreist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
5000 Jahre später kehren die überlebenden Menschen zur Erde zurück um diese wieder zu besiedeln, doch auch auf der Erde haben Menschen überlebt.

Protagonisten gibt es zahlreiche im Buch und zu den wenigstens konnte ich richtig bezug aufbauen. Oft hatte ich das Gefühl, dass der Autor nur Figuren für seine physikalischen Berechnungen braucht, die in dem Buch zahlreich vorkommen. Tiefe bei den Charakteren konnte ich leider keine Ausmachen und das Schicksal der Figuren konnte mich leider nicht berühren.

Man merkt dem Buch an, dass es dem Autor wichtig war, die technischen Möglichkeiten der Raumfahrt und die Physik in Einklang zu bringen. Leider fehlt es Stevenson aber an Talent, seinen Lesern und den Physiklaien darunter seine Theorien spannend zu vermitteln. Zwar packt er viele Dialoge in seine Erklärungen, trocken blieb die Thematik trotzdem und der Funke und vor allem das Verständnis sprangen bei mir einfach nicht über. Und so quälte ich mich richtig durch das Buch, denn es sind so viele Theorien im Buch vertreten, dass die Handlung schon zur Nebensache wurde. Was wirklich sehr schade ist, denn die Grundidee hinter dem Buch finde ich nach wie vor sehr spannend.

Erzählt wird der Roman in der dritten Person, die Sichtweise wechselt zwischen den verschiedensten Charakteren. Die Kapitel sind sehr lang gehalten und wegen den vielen technischen Beschreibungen wird das Buch extrem langatmig und trocken. Wie schon erwähnt, geht der Spannungsbogen im Buch wegen den vielen ausufernden Beschreibungen unter. Es ist wirklich sehr schade, dass Neal Stephenson sein Wissen nicht unterhaltsamer vermitteln konnte. Dabei hat das Buch so vielversprechend angefangen…

Vielen Dank an den Manhattan Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Amalthea und ich war wohl nichts. Zu trocken waren mit Stephensons Theorien und bei seinen Erklärungen hat mein Gehirn abgeschaltet und wollte nicht mehr. Die Grundidee wirkt fast schon nebensächlich in diesem Buch und auch mit den Charakteren konnte ich fast nichts anfangen. Für Physik-Geeks ist das Buch bestimmt lohnenswert, für alle die, die es ein wenig spannungs- und actionreicher haben wollen, weniger.

Von mir gibt es leider nur 1,5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Amalthea-Roman/Neal-Stephenson/e481516.rhd

 

Preis

Gebunden: 29,99 Euro

eBook: 23,99 Euro

 

ISBN: 978-3-442-54762-3

Seitenzahl: 1056

Übersetzer: Nikolaus Stingl und Juliane Gräbener-Müller

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