Cutter, Nick: Die Tiefe

Rezension Nick Cutter – Die Tiefe

 

Inhalt aus dem Klappentext:

Die Menschheit erzittert unter einer unheimlichen, tödlichen Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. In dieser Krisensituation wird der Arzt Luke Nelson zu Hilfe gerufen. In den Tiefen des Meeres ist ein Organismus aufgetaucht, ein Parasit, mit dem sich die Krankheit vielleicht bekämpfen lässt. Lukes Bruder Clayton, ein genialer Biologe, ist mit seinem Team bereits im Tauchschiff Trieste. Doch der Kontakt zur Trieste bricht ab. Als die grausam entstellte Leiche eines der Forscher geborgen wird, begibt Luke sich hinab in den Marianengraben. In die dunkle Tiefe …

Die Tiefe von Nick Cutter

Meinung:

Lange schon habe ich keinen Thriller mehr gelesen und Die Tiefe sprach mich vom Inhalt her direkt an. Dementsprechend neugierig ging ich auch an das Buch heran.

Schnell führt uns der Autor auch ins Geschehen und wir begleiten die Hauptfigur Luke Nelson auf seinem Weg zum Schiffstützpunkt am Mariannengraben, denn dort vermuten Wissenschaftler die Lösung für die weltweite Epidemie, bei der die Menschen sich nach und nach selber vergessen. Luke ist eigentlich Tierarzt, doch sein Bruder Clayton hat ihn zu sich gerufen, um ihm auf der Bodenstation zu helfen. Doch dort angekommen, weiß Clayton von nichts und die bedrückende Tiefe wirkt sich auf die Menschen dort aus.

Luke Nelson ist ein eher unsicherer Charakter. Er leidet unter dem Verlust seines Sohnes, und hadert mit der lieblosen, wenn nicht gar grausamen Erziehung seiner Mutter. Zu seinem Bruder hat er wenig Bezug, legt dieser doch keinen Wert darauf, denn sein wissenschaftliches Gehirn fühlt sich zu anderem Berufen.

Erzählt wird der Roman in der dritten Person, der Blickwinkel bleibt dabei auf Luke gerichtet. Die Kapitel sind weitestgehend kurz, oft enden sie schon nach zwei bis drei Seiten. Das Buch selber ist in mehrere Teile gegliedert. Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden und der Autor schafft es mühelos, die Nerven seiner Leser blank zu legen.

Irgendwie hatte ich bei diesem Buch etwas anderes erwartet und bin davon ausgegangen, dass die Erkrankung der Menschen im Vordergrund steht. Der Autor legt den Schwerpunkt aber auf die beklemmende Tiefsee und deren Auswirkungen auf die menschliche Psyche, sowie auf das „Heilmittel“, dass die Wissenschaftler dort finden. Der Anfang des Buches beginnt wirklich spannend und vielversprechend, wenn der Leser mit der Krankheit konfrontiert wird. Schnell wird aber der Fokus auf Luke gelenkt und man erfährt nach und nach immer mehr über seine traumatische Kindheit und das Verhältnis zu seinem Bruder und seiner Mutter. Der flüssige Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, ist aber auch ziemlich beklemmend und, zumindest für mich persönlich, echt angsteinflößend. Abends wollte ich das Buch nicht mehr in die Hand nehmen und habe nur im Hellen lesen können, zu sehr ging mir die Spannung und das beklemmende Setting an die Nieren. Aber trotz all der Spannung im Buch kann dieses seinem Titel nicht ganz gerecht werden, denn mir hat die inhaltliche Tiefe gefehlt und es blieb mir insgesamt zu oberflächlich und der Ansatzpunkt des Buchs, nämlich die Krankheit, wird leider nicht so stark ausgereizt wie ich gehofft habe.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Beklemmend, düster, blutig und stellenweise echt abstoßend. Die Tiefe ist von den Beschreibungen und der Spannung her nichts für schwache Nerven und hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nur tagsüber in die Hand nehmen konnte. Aber bei all der Spannung kam leider die Tiefe in der Geschichte zu kurz und ein wenig schade fand ich auch, dass das Thema der Seuche nur oberflächlich behandelt wurde.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Tiefe-Thriller/Nick-Cutter/e475278.rhd

 

Preis

Taschenbuch: 9,99 Euro

eBook: 8,99 Euro

 

ISBN: 978-3-453-41896-7

Seitenzahl: 528

Übersetzer: Frank Dabrock

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Ein Gedanke zu “Cutter, Nick: Die Tiefe

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