Ewing, Amy: Das Juwel – Die Gabe

Rezension Amy Ewing – Das Juwel: Die Gabe

Inhalt aus dem Klappentext:

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.

Das Juwel - Die Gabe

Meinung:

Violet wächst in Armut auf, als mit 12 Jahren bei ihr festgestellt wird, dass sie ein Surrogat ist, denn Violet besitzt besondere Fähigkeiten. Fortan wird sie in einer Verwahranstalt ausgebildet, um dann 4 Jahre später in dem Herz der Stadt, das Juwel, verkauft zu werden. Denn aufgrund ihrer Gabe ist sie besonders wertvoll für die Adligen und soll als Leihmutter das Kind einer adligen Frau austragen. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Umzug ins Juwel. Violet ist fertig mit der „Ausbildung“ und soll in Kürze auf der Auktion im Juwel an versteigert werden. Die Mädchen in der Verwahranstalt wissen so gut wie nichts darüber, was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird. Dementsprechend beängstigend stellt sich dann ihr Schicksal heraus, denn die Mädchen werden ihrer Identität beraubt und wie Gegenstände behandelt. In den Augen der Adligen sind sie reine Gebährmaschinen und der Konkurrenzkampf unter den herrschaftlichen Damen ist enorm. Als Violet sich dann auch noch verliebt, scheint die Lage für sie aussichtsloser denn je.

Die Thematik dieses Buches ist heftig und eindringlich. Mich als Mutter hat das Buch sehr stark mitgenommen und schockiert. Amy Ewings Weltenentwurf ist spannend und interessant. Leider hatte ich den Eindruck, dass er insgesamt etwas blass bleibt und ich hätte gerne noch mehr erfahren. Auch bei ihren Protagonisten kann sie nicht konstant bleiben. So sind einige sehr gut ausgearbeitet, wie z. B. Violet selber, oder die Herzogin Pearl. Andere Figuren kratzt man aber nur an und erfährt kaum etwas über sie, obwohl sie eine tragende Rolle zu spielen scheinen. Ich konnte z. B. so gar nichts mit Garnet, dem Sohn der Herzogin, oder ihrer Nichte anfangen und wenig Bezug zu ihnen aufbauen, obwohl mir ihre Rollen in diesem Buch klar sind.

In diesem Buch passiert viel und wenig zugleich. Das klingt jetzt merkwürdig, ist aber so. Der Anfang zieht sich relativ lange hin und bis zur Auktion und zu Violets neuem Leben braucht es fast ein Drittel des Buches. Aber, und hier kommt jetzt das, was dieses Buch so besonders macht: es ist nicht langweilig. Der Schreibstil ist fesselnd und einnehmend geschrieben, ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Die Kapitel zogen nur so an mir vorbei und auch wenn die Autorin an manchen Stellen weit ausgeholt hat, habe ich mich immer gut aufgehoben gefühlt. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie es mit Violet weiter geht und hoffe, dass Band 2 bald auch bei uns erscheint.

Vielen Dank an die S. Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar und dass wir im Rahmen der Blogtour die Rezension vorziehen durften.

 

Fazit:

Kleine Schwächen in diesem Fantasy-Roman können die bewegende Story und der eindringliche Schreibstil gut ausgleichen. Die originelle Idee sorgt auf jeden Fall für ein paar spannende Lesestunden.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/das_juwel-die_gabe/9783841421043

 

Preis

Gebunden: 16,99 Euro

eBook: 14,99 Euro

 

ISBN: 978-3-8414-2104-3

Seitenzahl: 448

Übersetzer: Andrea Fischer

 

Die Serie im Überblick:

Das Juwel – Die Gabe
Das Juwel – Die weiße Rose
Das Juwel – Der schwarze Schlüssel (erscheint im Mai 2017)

 

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2 Gedanken zu “Ewing, Amy: Das Juwel – Die Gabe

  1. Hallo Vanessa,

    na wenn dieser Satz mal kein Statement ist und einen förmlich auffordert das Buch zu lesen: „In diesem Buch passiert viel und wenig zugleich.“

    Danke für Deine Einblicke!

    Liebe Grüße
    Lesesumm

  2. Pingback: Ewing, Amy: Das Juwel – Die weiße Rose | Vanessas Bücherecke

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