Schoder, Sabine: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

Rezension Sabine Schoder – Liebe ist was für Idioten. Wie mich

Inhalt aus dem Klappentext:

Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch?

Liebe ist was für Idioten wie mich

Meinung:

Liest man sich den Klappentext durch, rechnet man mit guter, witziger Unterhaltung, Missverständnisse und Liebeschaos. All das bekommt man mit diesem Buch und noch viel mehr.

Viki hat ihre Mutter schon früh verloren und das Verhältnis zu ihrem Vater ist alles andere als liebevoll. Doch Viki ist eine Kämpfernatur und versucht ihr Bestes, um durchs Leben zu kommen. Die Schule ist ein notwendiges Übel, auch wenn es eine Flucht von daheim für sie darstellen kann. Mathe ist wie ein rotes Tuch für sie und auch in den anderen Fächern sieht es alles andere als rosig für sie aus, so dass die Versetzung sogar gefährdet ist. Nur gut, dass sie ihre Freunde hat, auf die sie sich verlassen kann und die ihr zu ihrem 17. Geburtstag etwas Entspannung in Form von Marihuana schenken. Als Viki am nächsten Morgen in einem fremden Bett aufwacht und sich dem Sänger Jay der Gruppe Major Malfunction gegenübersieht, ist ihr Entsetzen groß, denn eigentlich mag sie weder die Band noch den Sänger. Doch diese Begegnung mit Jay stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf und Viki muss sich wohl oder übel damit auseinander setzen und feststellen, dass jede Handlungsweise Konsequenzen nach sich zieht; Z. B. dass Liebe am Ende stehen könnte…

Viki ist eine absolut liebenswerte und authentische Protagonistin. Ich mochte sie richtig gerne. Sie tritt immer sehr taff und schlagfertig auf, aber man spürt, wie sensibel und einsam sie unter der Oberfläche ist. Ihre oft große Klappe bringt sie in einige unangenehme Situationen und beschert dem Leser viele amüsante Passagen. Hach, und Jay erst… Er kommt gutaussehend und etwas geheimnisvoll daher, aber man merkt schnell, dass auch er Probleme am Verdrängen ist und manchmal ist er doch sehr verschlossen ist. Aber er ist auch sehr hilfsbereit, liebevoll und fürsorglich.

Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive und Viki nimmt uns mit auf dem Weg durch das Chaos ihres Lebens. Dabei ist der Ton meist heiter und witzig, oft auch sarkastisch und manchmal eine Spur melancholisch. Das eingängige frische Sprachstil, die recht kurzen Kapitel und die spannende Geschichte machen das Buch zu einem wahren Pageturner.

Die Geschichte scheint wie aus dem Leben gegriffen zu sein, zumindest, was die Protagonisten und ihre Handlungsweisen und Erlebnisse betrifft. Oft habe ich mich an meine eigene Schulzeit erinnert gefühlt. Jeder kennt schließlich die Situationen, wo er sich z. B. vom Lehrer ungerecht behandelt fühlt, weil die gewünschte Leistung nicht erbracht werden kann, weil das Leben es in diesem Moment nicht gut mit einem gemeint hat; sei es durch familiäre Probleme, Liebeskummer oder Ähnliches. Auch das Thema Drogen und Drogenkonsum wird in diesem Buch thematisiert. Das Einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist, wie der Handlungsstrang mit Vikis Vater zu Ende geführt wurde. Ich hatte da ein wenig das Gefühl, dass etwas fehlt und man vielleicht da noch mehr hätte raus holen können. Aber das ist wirklich nur ein wirklich winzig kleiner Punkt, der sich nicht wirklich auf die Lesefreude ausgewirkt hat.

Ganz ehrlich, mich hat das Buch auf dem falschen Fuß erwischt, denn mit diesem Handlungsverlauf habe ich hier wirklich nicht gerechnet. Und das meine ich keineswegs negativ, denn schon lange hat mein ein Buch nicht mehr so überraschen können und ich bin immer noch geflasht von der Geschichte. Ich will hier nicht zu viel verraten außer: Lest es! UNBEDINGT!

Vielen Dank an die Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Dieses Buch war eine Überraschung. Eine richtig positive Überraschung, die mich auch jetzt, ein paar Tage später immer noch nicht loslässt und beschäftigt. Ein wundervolles Buch, nicht nur für junge Erwachsene.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/liebe_ist_was_fuer_idioten_wie_mich/9783733501518

 

Preis

Klappenbroschur: 12,99 Euro

eBook: 9,99 Euro

 

ISBN: 978-3-7335-0151-8

Seitenzahl: 352

Advertisements

4 Gedanken zu “Schoder, Sabine: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

  1. Jaaa, ich bin genauso begeistert. Ich hatte auch gar nicht damit gerechnet, dass mir die Geschichte so sehr gefallen wird, aber ich war richtig geplättet.
    Jetzt bin ich unglaublich gespannt auf das nächste Buch der Autorin, das Debüt ist ihr auf jeden Fall echt gelungen.

  2. Pingback: Monatsrückblick Juni 2015 | Vanessas Bücherecke

Kommentare gerne erwünscht :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s