Charaiporta, Sona und Clayton, Dhonielle: Dein letztes Solo

Rezension Sona Charaiporta und Dhonielle Clayton – Dein letztes Solo

Inhalt aus dem Klappentext:

Die Ballettakademie im Herzen Manhattans ist eine der besten des Landes. Den jungen Tänzerinnen wird einiges abverlangt. Für die ehrgeizige Bette kein Problem. Schließlich gilt es, ihrer Schwester nachzueifern, einer berühmten Ballerina. Ganz anders die freigeistige Giselle, die zwar immer nur tanzen wollte, auf das harte Training aber wenig Lust hat. Die perfektionistische June schließlich gibt immer alles – und es reicht doch nie so ganz. Als die Nussknacker-Aufführung bevorsteht, geraten die drei in einen erbitterten Konkurrenzkampf: Wer von ihnen wird die Rolle der Primaballerina bekommen? Doch nur eine ist bereit, alles dafür zu tun, wirklich alles …

Dein letztes Solo von Sona Charaipotra

Meinung:

Zugegeben, Ballett tanze ich selber nicht, aber als „Mädchen“ kann ich mich der Faszination dieses Tanzes nicht ganz entziehen.

Die Geschichte spielt an einer renommierten Ballett-Akademie in New York. Die 16-jährigen Schülerinnen Bette, June und Gigi fiebern der Verkündung der Hauptrolle im Stück „Der Nussknacker“ entgegen. Gigi, die Neue an der Akademie, bekommt die Rolle und zieht sich damit den Neid der anderen auf sich. Es wird eine Mobbingflut gegen Gigi ausgelöst, die für alle Beteiligten nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Die drei Hauptfiguren Bette, June und Gigi sind zwar sehr unterschiedlich in ihren Wesensarten, ihnen gemeinsam ist aber die Liebe zum Ballett und ihr Ehrgeiz. Bette steht dabei im Schatten ihrer großen Schwester, die bereits eine gefeierte Ballerina ist. Ihrer Mutter kann sie es nicht recht machen und Bette strebt nach Perfektion. Um die Konkurrenz auszustechen ist sie gerne bereit, unschöne Methoden und Verleumdungen anzuwenden.

June ist Halbkoreanerin. Auch sie strebt Perfektion an, ergattert aber immer nur die Rolle der Zweitbesetzung. Auch June hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Diese würde June am liebsten von der Akademie nehmen, da sie in June keine Erstbesetzung sieht. Dementsprechend unter Druck steht June, was sich auch auf ihr Essverhalten auswirkt.

Gigi ist von den drei Mädchen die Sympathischste. Durch ihre fröhliche, offene und mitfühlende Art, strahlt sie viel mehr Persönlichkeit aus, was ihr den entscheidenden Vorteil für die Hauptrolle einbringt. Aber auch Gigi hat ein Geheimnis vor den anderen Mädchen. Von ihrem Wesen her ist sie aber nicht so „bösartig“, wie ihre Kameradinnen.

Bette und June sind schon sehr spezielle Charaktere, die man nicht unbedingt mag, deren Verhalten man aber im Verlauf des Buches besser nachvollziehen kann. Stellenweise hatte ich schon Mitleid mit ihnen, für ihr Verhalten habe ich aber keine Toleranz entwickeln können.

Die Nebenfiguren sind fast alle recht gut ausgearbeitet. Allerdings bleibt bei der einen oder anderen Person die Frage, ob die zugedachte Rolle wirklich ausgeschöpft wurde, denn deren Auftauchen und Beteiligungen wirken oft gestellt und für die Handlung kaum wichtig.

Die Grundidee dieses Buches ist nicht schlecht. Die Intrigen und Mobbingattacken gegen Gigi sind gemein, aber auch spannend umgesetzt. Leider gerät das Buch streckenweise zu langatmig. Als Ballett-Tänzer macht es bestimmt Spaß, die Proben mitzuerleben, und auch mir als Laie hat das Anfangs ganz gut gefallen, jedoch wiederholt sich hier einiges an Szenen. Die Geschichte wird aus drei Ich-Perspektiven erzählt. Abwechselnd lassen uns Bette, June und Gigi an ihren Gedanken und Erlebnissen teilhaben. Die Kapitel sind teilweise kurz, teilweise etwas länger. Der Schreibstil bleibt im Wesentlichen flüssig und die Emotionen werden gut rüber gebracht.

Erschrocken hat mich an diesem Buch die Kaltschnäuzigkeit, mit der die Figuren hier agieren. Ich weiß nicht, ob das Einzelfälle sind, aber ich hoffe sehr, dass es auf den Ballett-Schulen nicht gang und gebe ist, so miteinander umzugehen o.O . Auch das Verhalten der Mütter von Bette und June hat mich bestürzt, so dass es nicht verwundert, dass die Zwei so gestört sind.

Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Ein solider Jugendthriller im Ballett-Milieu, der mich nicht 100% ig überzeugen konnte. Zu viele Längen, zu viele offene Fragen und das Ende hat mir in der Form so auch nicht zugesagt.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/Paperback/Dein-letztes-Solo-Thriller/Sona-Charaipotra/e458815.rhd

 

Preis

Klappenbroschur: 12,99 Euro

eBook: 9,99 Euro

 

ISBN: 978-3-453-26987-3

Seitenzahl: 480

Übersetzer: Stefanie Zeller

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