Blogtour Spiegelsplitter – Tag 3: Vorstellung der mythischen Wesen

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Willkommen zu Tag 3 der Blogtour von Ava Reeds Buch „Spiegelsplitter“.

Am Montag hat Manja euch das Buch vorgestellt, gestern konntet ihr die Charaktere  bei Na La näher kennen lernen. Wer die Berichte verpasst hat, kann gerne dort jederzeit vorbei schauen 🙂

Heute erzähle ich euch mehr über einige mythischen Wesen, die in dem Buch auftauchen. Neben den Spiegeln sind es vor allem die Fantasien, die diese Geschichte ausmachen und die Menschheit schon seit Jahrhunderten faszinieren. Viele Mythen ranken sich um diese Wesen und Sagengestalten.

Morgen geht es dann bei Kati weiter und am Freitag endet die Tour bei Lisa.

Irrlicht

Irrlichter werden auch Sumpflichter oder Irrwische genannt und sind eine Leuchterscheinung, die nachts vor allem in Sümpfen und Mooren auftreten können. Die genaue Entstehung dieser Erscheinung ist nicht ganz klar. Es gibt die Theorie, dass es sich um biolumineszente Effekte handelt, die z. B. von Pilzen ausgelöst werden ( Beispiel durch den Speisepilz Hallimasch). Eine andere Theorie ist, dass das Leuchten durch das Entzünden/Verpuffen von Faulgasen ausgelöst wird.

Irrlichter regen seither die Fantasie der Menschen an. In der Mythologie geht man davon aus, dass es sich bei Irrlichtern um die Seelen verstorbener Kinder handelt, da diese Erscheinung oft auch auf Friedhöfen beobachtet wird.

Auch Disney ließ sich von Irrlichtern inspirieren. In dem Animationsfilm „Merida“ weisen sie der Titelheldin beispielweise den Weg:

© Pixar

© Pixar

 

Gestaltwandler

Der Gestaltwandler, auch Formwandler oder Metamorph genannt, ist eine Wesen, dass seine Gestalt wandeln kann (logisch, sagt der Name ja schon…). Am bekanntesten ist natürlich der Werwolf, der in zahlreicher Form in Film und Buch zu finden ist.

Bereits Göttervater Odin aus dem nordischen Pantheon galt als Formwandler, der sich in Schlangen oder Vögel verwandeln konnte. Die Idee ist also schon sehr alt und tief verwurzelt in der Mythologie. Gestaltwandler sind gerade im Fantasygenre immer wieder sehr beliebt, sei es als Bösartige Kreatur, die nur auf seine Instinkte Reduziert wird, oder als denkendes fühlendes Wesen mit guten sozialen Strukturen und Einbindungen. Zahlreiche Autoren haben sich die Gestaltwandler zum Thema genommen, darunter das berühmte Werk „Dracula“ von Bram Stoker oder auch moderner und romantischer wie in der Psy/Changeling Serie von Nalini Singh. Ich selber bin ein großer Fan von Frau Singhs Serie 😉 Und nicht zu vergessen: Auch Kinder und Jugendbücher greifen dieses Thema auf. J. K. Rowling hat es sich nicht nehmen lassen und den Werwölfen eine bedeutende Rolle in ihren Harry Potter Büchern eingeräumt.

 

Elementargeister

Elementargeister zählen, lt. Mythologie, zur Familie der Naturgeister. Die Elementargeister sind den vier Elementen zugeordnet: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Diese Elemente werden von folgenden Wesen symbolisiert:

Salamander stehen dabei für Feuer, Sylphen für Luft, Undine/Nixe für Wasser und Gnome für Erde. Die Idee der Naturgeister ist aus „Naturreligionen“ entstanden. Meist stellt man sich darunter feinstoffliche Wesen vor, die zwar menschenscheu sind, aber menschenähnliche Züge aufweisen. Naturgeister sollen das Gleichgewicht der Natur erhalten. Gerade aus der keltischen und nordischen Mythologie sind sie nicht wegzudenken. Auch aus Buch und Film sind diese Wesen nicht wegzudenken. Was wäre denn z. B. Fluch der Karibik 4 ohne Meerjungfrauen? Genau, ein halber Film.

 

Kobolde

Auch Kobolde zählen zu der Gruppe der Naturgeister. Sie sind Hausgeister, was sich aus dem Namen heraus ableiten lässt, der sich aus dem mittelhochdeutschen entwickelt hat und die Worte „kobe“ (Haus, Heim oder Hütte) und „hold“ (erhaben, gut bzw. besitzen, verwalten) beinhaltet. Heutzutage sind uns meist die irischen Leprechauns am geläufigsten, wenn wir das Wort Kobold hören, aber auch die Heinzelmännchen, der Klabautermann und nicht zu vergessen Pumuckl zählen zu den Kobolden.

 

Zwerge

Auch Zwerge werden wohl allen ein Begriff sein, nicht nur zuletzt durch die Verfilmung des Hobbits von J. R. R. Tolkien.

Zwergen wird oft eine enorme Kraft und Stärke nachgesagt. Ihre Statur ist eher klein und kräftig, sie gelten oft als listig, geizig, gierig und tückisch, zuweilen aber auch als hilfreich. Bekannt sind sie als Bergvolk, das in den Tiefen der Erde nach Edelsteinen und edlen Metallen gräbt. Egal ob beim Herrn der Ringe oder bei Schneewitschen, Zwerge haben immer eine Spitzhacke zur Hand 😉

Schon in der nordischen Mythologie, der Edda, werden Zwerge erwähnt. Auch hier kann man wieder feststellen, wie alt der Glaube an diese Wesen ist. Heutzutage sind Zwerge aus der literarischen und filmischen Fantasyszene nicht mehr wegzudenken. Der deutsche Autor Markus Heitz widmete diesem Volk sogar eine sehr erfolgreiche Fantasyreihe.

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Trolle

Die Bezeichnung Troll stand ursprünglich für ein plumpes, unheimliches Wesen oder Riesen. Auch hier kommt der Ursprung dieses mythologischen Wesens wieder aus dem Nordischen. Bei Harry Potter oder dem Herrn der Ringe sind sie eher unfreundliche, derbe und bösartige Gesellen, die wenig Grips zu haben scheinen und sehr gewalttätig sind. Trolle können aber auch freundliche Wesen sein und haben in den 90er Jahren sogar Einzug ins Kinderzimmer gefunden. Hand hoch, wer hatte auch einen dieser Trolle?

 

Engel

Der Begriff „Engel“ bedeutet Abgesandter oder Bote. Schon im persischen Reich und im Alten Ägypten gab es die Vorstellung dieser Gottesboten. In der griechischen und römischen Mythologie wird der Bote Hermes bzw. Mercurius schon mit Flügeln dargestellt. Die Größte Bedeutung finden Engel aber im Christentum. Die Erzengel Michael, Gabriel oder Raffael sind bestimmt jedem ein Begriff. Offizieller katholischer Gedenktag für die Engel ist übrigens der 11. Januar. Über das Thema Engel könnte man natürlich Seitenweise berichten, aber ich will euch natürlich nicht langweilen 😉

Aber auch unter den Engeln gibt es schwarze Schafe. Am bekanntesten ist wohl Luzifer (Übersetzt heißt der Name übrigens Lichtbringer), der als gefallener Engel als Inbegriff des Bösen gilt. Auch Engel werden gerne literarisch und filmisch immer wieder aufgegriffen. Eines der letzten Bücher, die ich über diese Wesen gelesen habe, war z. B. Angelfall von Susan Ee, das mir unheimlich gut gefallen hat und deren Nachfolgebände in Englisch z. Z. auf meinem Nachttisch liegen 😉

Einhörner

Ja, Einhörner kommen in diesem Buch auch vor 😉 Hier ist die Faszination wieder groß. Als Kind habe ich den Film „Das letzte Einhorn“ geliebt und gefürchtet. Das Einhorn war so wunderschön, aber die Geschichte so gruselig o_O. Vom Aussehen her weiß ja jeder, wie sie aussehen: Ätherisch weiß, erhaben und mit einem Horn auf der Stirn. Es heißt, dass man Einhörner nicht einsperren kann und ihr Blut heilende Kräfte besitzt.

Das Einhorn findet sich in vielen Kulturen wieder, nicht nur in der europäischen. Sogar im persischen Schöpfungsmythos findet man Einhörner, ebenso in der indischen und auch chinesischen Kultur.

 

Nachmahre/Nachtalbe

Ich zitiere hier mal aus Wikipedia, da es da gut zusammengefasst wurde:

Nachtalb ist eine späte Bezeichnung für ein Fantasie- und Sagenwesen, das ursprünglich „Mahr“ hieß und in der Nacht auf Menschen lastet (vgl. Albtraum) und ihnen Grauen einflößt.“

Mit anderen Worten, geht es hier um die Vorstellung, dass es Wesen gibt, die uns nachts Albträume bringen. Es sind meist kleine schwarze Wesen, das sogar durch Schlüssel und Astlöscher eindringen können, um uns um einen Erholsamen Schlaf zu bringen.

Der Maler Johann Heinrich Füssli hat sich das so vorgestellt:

Bildquelle: „Johann Heinrich Füssli 053“ von Johann Heinrich Füssli - The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johann_Heinrich_F%C3%BCssli_053.jpg#/media/File:Johann_Heinrich_F%C3%BCssli_053.jpg

Bildquelle: „Johann Heinrich Füssli 053“ von Johann Heinrich Füssli – The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johann_Heinrich_F%C3%BCssli_053.jpg#/media/File:Johann_Heinrich_F%C3%BCssli_053.jpg

Tja, ich glaube dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Keine schöne Vorstellung, oder?

Auch hier lassen sich wieder Ursprünge dieses Gedankens in der nordischen Mythologie finden. Ebenfalls werden die Traumdämonen der Kategorie Sukkubus und Inkubus den Nachtmahren zugeordnet. Diese rauben den Menschen nicht nur den Schlaf, sondern auch die Lebensenergie, bevorzugt beim „Beischlaf“ während des Träumens.

 

Elfen

Als Letztes möchte ich euch noch etwas über Elfen erzählen. Auch diese Wesen sind den meisten ein Begriff. Beim Herrn der Ringe treten sie als ätherische, unsterbliche Elben auf, die eine besondere Beziehung zur Natur haben.

Elfen sind auch wieder in der Edda ein Thema. Oft wird auch zwischen Licht- und Dunkelelfen unterschieden. Dadurch zeigt sich, dass Elfen nicht eindeutig nur der guten Seite zu zuordnen sind, sondern auch dunkle Seiten an sich haben.

Diese zwei Höfe werden gerne in der Literatur aufgegriffen und beflügeln die Fantasie der Autoren, z. B. in Melissa Marrs „Gegen das Sommerlicht“-Serie.

 

Quellen:

http://www.geister-und-gespenster.de/index.htm

http://wikipedia.de

http://anthrowiki.at/Elementarwesen

http://www.engelundelfen.com/

 

Ihr seht, eine Menge spannende Wesen warten auf einen in diesem Buch, von denen ich nur einige hier genannt habe. Es ist wirklich interessant, aus welchen Bereichen diese Mythen und Fabelwesen sich entwickelt haben. Faszinierend finde ich, dass so viele Sagen und Mythengestalten sich in der nordischen Edda schon finden lassen und unsere Fantasie noch heute beschäftigen.

Hier geht’s nochmal zu meiner Meinung zum Buch: Klick.

Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß mit meinem Beitrag.

 

Liebe Grüße, Vanessa

 


 

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Auf unserer Blogtour haben wir auf den Beiträgen Wörter oder Buchstaben markiert, die zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. Sammelt diese und schickt am Ende der Blogtour am 06.07.2015 bis 21 Uhr den Lösungssatz and folgende Email an: avareed@outlook.de oder eine PN auf der Autorenfanpage: https://www.facebook.com/avareedbooks?fref=ts

 

Teilnahmeberechtigt: 

Mitspielen darf jeder, der zum Zeitpunkt der Teilnahme das 16. Lebensjahr vollendet hat und das Lösungswort herausgefunden hat. Teilnehmende Blogger und deren Angehörige sind teilnahme- aber nicht gewinnberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

 

Teilnahmeausschluss: 

Wir behalten uns das Recht vor, Teilnehmer zu disqualifizieren und von der Verlosung auszuschließen, die den Teilnahmevorgang, das System und/oder die Verlosung/Seiten manipulieren bzw. dieses versuchen und/oder gegen die Teilnahmebedingungen oder die guten Sitten verstoßen und/oder sonst in unfairer und/oder unlauterer Weise versuchen, die Verlosung zu beeinflussen.

 

Auslosung:

Die Ziehung des Gewinners erfolgt nach Teilnahmeschluss des Gewinnspieles.

 

Gewinner:

Der Gewinner wird nach Abschluss des Gewinnspiels ermittelt und schriftlich per E-Mail oder PN bei Facebook benachrichtigt. Der Gewinn ist nicht auf Dritte übertragbar. Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.


Update 08.07.2015:

Die Gewinner stehen fest und wurden benachrichtigt! Hier könnt ihr nachsehen, wer gewonnen hat: https://vanessasbuecherecke.wordpress.com/aktionen/gewinnspiele/

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4 Gedanken zu “Blogtour Spiegelsplitter – Tag 3: Vorstellung der mythischen Wesen

  1. Hallo und guten Tag,

    herzlichen Dank für die wirklich umfangreiche und interessante Aufstellung , was es so alles gibt .

    Noch eine kurze Frage, gab es heute 2 Wörter zum notieren?

    LG..Karin…

  2. Danke eine schöne Blogtour ich bin auch nicht mehr die jüngste 😉 liebe aber die Geschichte. L.G. S.X. Smith

  3. Hallo ,
    Sehr interessanter und schöner Beitrag über den vielen mythischen Wesen:) Vielen Dank:)
    Ich wünche Dir schönen Abend 🙂

    Liebe Grüße Margareta

Kommentare gerne erwünscht :-)

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