Reed, Ava: Spiegelsplitter

Rezension Ava Reed – Spiegelsplitter

Inhalt aus dem Klappentext:

Caitlin weiß nicht, was es bedeutet, sich in einem Spiegel zu sehen, denn sie erkennt nichts darin. Doch er zieht sie an, ruft sie zu sich, wo auch immer sie ist.
Eines Tages steht sie dem geheimnisvollen Finn gegenüber, der eine Sehnsucht in ihr weckt, der sie nicht entkommen kann. Immer wieder begegnen sich die beiden, nichts ahnend, dass es nun kein Zurück mehr gibt. Caitlins Erbe beginnt zu erwachen und sie erkennt, dass es mehr auf dieser Welt gibt, als sie ahnt…

Spiegelsplitter

Meinung:

Caitlin lebt erst seit kurzem in Irland. Dort wohnt sie bei ihrer Nanny, denn ihr Vater ist gestorben und ihre Mutter seit ihrer Geburt verschwunden. Caitlin steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag, als sich um sie herum merkwürdige Dinge ereignen. Plötzlich taucht auf ihrer Hand ein Tattoo auf, das aber immer wieder verschwindet, so dass sie sich nicht sicher ist, ob sie es sich nicht nur einbildet. Außerdem begegnet sie dem geheimnisvollen Finn, der sie magisch anzuziehen scheint. Und dann ist da natürlich noch das Geheimnis um den Spiegel ihres Vaters, der ihr nichts anzeigt, nicht mal ihr Spiegelbild. Doch die Spiegel ziehen Caitlin an, denn ihnen haftet etwas Mysteriöses an, und sie ahnt, dass hinter den Spiegel eine tiefere Wahrheit versteckt ist.

Caitlin ist ein recht aufgewecktes Mädchen. Der schwere Verlust ihres Vaters beschäftigt sie immer noch, trotzdem hängt sie sehr an ihrer Nanny Erin. Caitlin ist neugierig, fleißig und hat das Herz am rechten Fleck. Die Ereignisse, die um sie herum stattfinden, überfordern sie anfangs sehr. Aber sie findet sich schnell zurecht und lernt zügig. Finn dagegen ist anfänglich eher geheimnisvoll und undurchsichtig. Zuerst wusste ich nicht so recht, woran ich bei ihm bin. Nach und nach wird aber auch seine Figur vertieft und man stellt fest, dass er ein sehr netter und beschützender Mensch ist. Auch ihn prägen Ereignisse aus der Vergangenheit, mit denen er sich bis heute auseinander setzen muss. Die Faszination, die zwischen Caitlin und Finn herrscht, ist gut umgesetzt, so dass man förmlich die Funken zwischen ihnen hin und her springen sehen kann.

Ava Reed präsentiert hier einen spannenden Jugend-Romancefantasy-Entwurf, der leider stellenweise ein wenig unrund wirkt, aber insgesamt sehr gut unterhält. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Die Sichtweise wechselt dabei kapitelweise zwischen Caitlin und Finn. Ava Reed hat sich hierbei an einem sehr experimentellen Stil versucht, der mir persönlich nicht so gefallen hat, denn jedes Kapitel wird erst aus der Sicht von Caitlin und dann im nächsten Kapitel von Finn erzählt. Der Vorteil, den man als Leser hat ist, dass man einen großen Rundumblick über die Ereignisse, Gefühle und Beweggründe in der Geschichte hat. Von Nachteil empfand ich es aber, dass sich in jedem zweiten Kapitel unheimlich viele Wiederholungen ergeben haben, da man mit immer wieder in der Geschichte zurück geworfen wird. Dadurch hatte ich oft den Eindruck, im Buch auf der Stelle zu treten und nur mühsam durch das Geschehen zu kommen. Besonders an sehr spannenden Kapitelenden war jedes Mal die Enttäuschung groß, eine Wiederholung lesen zu müssen, denn man will ja unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ein einigen wenigen Stellen empfand ich die Dialoge als ein wenig holprig. Das war aber nur am Anfang der Geschichte und wurde im Verlauf der Handlung besser. Wie schon gesagt, war der Perspektivenwechsel war nicht so ganz mein Stil. Aber das ist natürlich Geschmackssache sein, und vielleicht bin ich dafür einfach schon zu alt 🙂 Es gibt bestimmt viele Leser, denen das sehr gut gefallen wird. Davon aber abgesehen hat mir das Buch gut gefallen, denn die Idee dahinter war sehr innovativ und einfallsreich. Der Schreibstil der Autorin ist auch richtig schön eingängig und flüssig. Man hat sich schnell in das Buch eingelesen und gelangt, trotz der paar Längen, viel zu schnell an das Ende des Buchs und darf sich auf den zweiten Teil der Geschichte freuen.

Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar.

 

Fazit:

Ein gutes Debüt für einen Jugendfantasy-Roman, der viele spannende und interessante Ansätze bietet. Kleine Fehler und Schwächen in der Umsetzung können zwar nicht ganz über das gute Konstrukt hinweg sehenlassen, trotzdem sollte man sich dieses gut geschriebene Buch nicht entgehen lassen, wen man gerne Jugendbücher, Fantasy und etwas Romance liest. Ich sehe bei der Autorin noch viel Potential.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

 

Quelle: https://avareedbooks.wordpress.com/spiegelsplitter/

 

Preis

Taschenbuch: 10,50 Euro

eBook: 3,49 Euro

 

ISBN: 978-3734784033

Seitenzahl: 344

 

Die Serie im Überblick:

Spiegelsplitter

Teil 2 (Erscheint voraussichtlich Frühjahr 2016)

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3 Gedanken zu “Reed, Ava: Spiegelsplitter

  1. Pingback: Monatsrückblick Juni 2015 | Vanessas Bücherecke

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