Keyes, Marian: Mittelgroßes Superglück

Rezension Marian Keyes – Mittelgroßes Superglück

Inhalt:

Stell dir vor, du verlierst alles – zum Glück

Um ein gutes Karma zu erlangen, lässt Stella einem protzigen Range Rover den Vortritt im Straßenverkehr. Es folgen: ein Unfall, Ehestreit und eine geheimnisvolle Krankheit, die Stella ein halbes Jahr lang komplett lähmt. Aber wie kann es sein, dass Stella nur wenig später eine glücklich verliebte Berühmtheit ist – und eine Neiderin hat, die ihr das Leben und die neue große Liebe stehlen will?

Stella Sweeney ist eine ganz durchschnittliche 37-jährige Dublinerin mit einem einigermaßen nervigen Mann, zwei halbwüchsigen Kindern und einem unspektakulären Job im Beautysalon ihrer ehrgeizigen Schwester. Niemand, den man um sein Leben beneiden müsste. Aber dann passiert plötzlich etwas . . . Vielleicht weil Stella in der Hoffnung auf gutes Karma einem Range Rover im Straßenverkehr den Vortritt gelassen hat? Das Glück zeigt sich zunächst auf sehr merkwürdige Weise: Von einem Tag auf den anderen ist Stella von Kopf bis Fuß gelähmt. Eine seltene Krankheit hat ihre Nervenbahnen angegriffen, sie muss künstlich beatmet werden und ist im eigenen Körper eingesperrt. Die endlosen Tage im Krankenhaus sind grauenhaft. Bis auf die Zeiten, in denen ihr behandelnder Arzt, Dr. Mannix Taylor, bei ihr ist. Der Range-Rover-Fahrer. Der Mann, der das größte Glück in ihrem Leben bedeuten könnte. Ein so großes Glück, dass es andere neidisch macht . . .

Mittelgrosses Superglueck von Marian Keyes

Meinung:

Bücher von Marian Keyes standen schon lange auf meiner Wunschliste, hatten es bisher aber nie in mein Bücherregal geschafft. Jetzt durfte ich ihr neuestes Werk lesen und euch meine Meinung dazu mitteilen.

Der Einstieg in das Buch hat sich für mich recht schwierig gestaltet und ich habe lange gebraucht, um in das Buch einzusteigen. Das Buch wird in mehreren Zeitlinien erzählt und ich hatte mit diesem Stilmittel anfangs etwas Schwierigkeiten, weil es mich verwirrt hat und ich ein-, zweimal den Faden verloren habe. Nach und nach wurde es aber besser und ich konnte mich immer mehr auf die Geschichte einlassen.

In diesem Buch geht es um Stella. Die 41-jährige Irin hat eine turbulente Zeit hinter sich. Erst baut sie am Anfang des Buches einen Unfall, wenige Monate später ist sie plötzlich am ganzen Körper gelähmt und kann nur noch ihre Augenlider bewegen. Im Krankenhaus stellt man fest, dass sie an einer sehr seltenen Autoimmunkrankheit leidet, bei der die Nervenbahnen angegriffen werden. Zwar heilen diese wieder, doch ihr steht ein langer Genesungsprozess bevor. Ausgerechnet der Range-Rover-Fahrer, mit dem sie in dem Unfall verwickelt war, entpuppt sich als ihr Neurologe. Dieser ist der Einzige, der sich mit Stella verständigen kann und sie versteht. Es entwickeln sich tiefschürfende und -gründige Gespräche zwischen den Beiden, die später zu einem Buchbestseller werden. Dieser Umstand beschert ihr letztendlich viel Glück, aber auch viel Leid.

Stella ist kein leichter Charakter. Sie kommt aus einem einfachen Arbeiterhaus, Geld war nie viel vorhanden und sie hat gelernt, mit dem auszukommen, was das Leben für sie bereithält. Stella steckt immer zurück, sei es für ihren Mann oder ihre Kinder. Gedankt wird es ihr wenig. Dadurch fehlt es ihr als Protagonistin einfach an Biss und es dauert lange, bis sie mal auf den Tisch haut. Mich hat das ein wenig betrübt, denn ihre Familie behandelt sie oft ziemlich unfair. Oft wird sie als selbstverständlich hingenommen.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei im ersten Teil des Buches auch Auszüge aus Stellas Buch eingebunden werden, die ihre Zeit im Krankenhaus schildern. In Rückblicken erzählt uns Stella dann, was zwischen dem aktuellen Geschehen und der Zeit im Krankenhaus passiert ist. Das Buch selber ist dabei in 4 Teile gegliedert.

Sehr gut gefallen hat mir an diesem Buch die Kritik, die Marian Keyes hier ausübt, besonders an dem amerikanischen Vermarktungssystem, wo oft nur Optik und persönliche Dramen zählen. Ich fand es toll, dass die Autorin hier ein Augenmerk auf den Diätwahnsinn, Quoten und Marketingmachenschaften geworfen hat. Leider findet man dieses Schema auch schon viel zu oft bei uns, besonders bei den Medien.

Der verschachtelte Stil der Zeitebenen ist in diesem Fall letztendlich doch ein gutes Stilmittel, denn obwohl ich ein wenig Startschwierigkeiten damit hatte, blieb die Spannung rund um das Geschehen um Stella bis zum Schluss hin aufrecht. Man erfährt als Leser, dass ihr was richtig Gutes, aber auch einiges Schlimmes passiert ist. Die Geschichte entfaltet sich dabei aber nur nach und nach, und man bleibt konstant dran, um die Auflösung der Geschichte zu erfahren. Marian Keyes Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und gestaltete sich gerade am Anfang des Buches als etwas zäh. Von Seite zu Seite wird es aber besser und zum Schluss hin konnte ich das Buch dann kaum noch weglegen. Hier hat sich gezeigt, dass Durchhalten zum Erfolg führt 😉

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Trotz Startschwierigkeiten konnte ich mich nach und nach auf das Buch einlassen und durfte somit eine sehr interessante Geschichte über das Glück, die Liebe und das Leben erleben.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/Paperback/Mittelgrosses-Superglueck-Roman/Marian-Keyes/e336285.rhd

 

Preis

Broschiert: 14,99 Euro

eBook: 11,99 Euro

 

ISBN: 978-3453267121

Seitenzahl: 608

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