McCahan, Erin: Liebe und andere Fremdwörter

Rezension Erin McCahan – Liebe und andere Fremdwörter

Inhalt:

Josie spricht viele Sprachen. Sie spricht Highschool, College, Freundinnen, Boyfriend, Schlussmachen und sogar die Sprache der Hübschen Mädchen. Aber keine davon ist ihre Muttersprache. Und Liebe? Die fremdeste Sprache von allen.

Als aber der Zeitpunkt gekommen ist, an dem fließende Kenntnisse in Wahrer Liebe nötig sind, um eine bevorstehende Katastrophe abzuwenden, ist Josie gezwungen, ihre Gefühle für den Jungen zu erforschen, der behauptet, sie zu lieben; für die Schwester, die Josie liebt, aber nicht immer mag; und für den besten Freund, der bisher nicht ein Wort gesagt hat – zumindest nicht in einer Sprache, die Josie spricht.

Liebe und andere Fremdwörter

Meinung:

Josie ist nicht nur ziemlich clever, sie ist sogar hochbegabt. Das bringt natürlich eines an Problemen und Missverständnissen mit sich, besonders wenn man zwischenmenschliche Beziehungen weitestgehend logisch betrachtet. Trotzdem versuchen ihre Eltern, Josie auf dem Boden zu halten und halten sie dazu an, sich im sozialen Leben zu integrieren. Deshalb ist Josie zwar oft etwas wunderlich, aber doch sehr liebenswert. An ihren Schwestern hängt sie sehr, besonders aber an Kate. Als diese ihren neuen Freund Geoff auch noch als ihren Verlobten vorstellt, bricht für Josie eine Welt zusammen. Geoff kann sie so überhaupt nicht leiden mit seiner überheblichen und in ihren Augen herablassenden Art, denn Geoff scheint Josie viel zu ähnlich zu sein. Kate wirkt wie verwandelt und Josie begibt sich auf die Suche nach der Definition des Wortes Liebe, um ihrer Schwester und ihrer Familie klarzumachen, dass Geoff nicht zu ihnen passt. Josie lernt dadurch viel über sich, aber auch über die Gefühlswelt anderer Menschen, und das nicht immer auf die sanfte Art.

Josie ist ein wundervoller Charakter. Trotz ihrer immensen Intelligenz und den damit einhergehenden Sensibilitäten in Bezug auf sich und andere, begegnet sie der Welt mit einer recht hohen Toleranz und weiß um ihre eigene Verschrobenheit. Oft nimmt sie kein Blatt vor den Mund und legt ihre Ansichten und Theorien gerne haargenau dar. Aber sie versucht, meist liebevoll dabei zu sein. Ihr Kummer mit ihrer Schwester Kate ging mir richtig nahe und ich habe mit Josie sehr gelitten. Man merkt, wie schwierig es für Josie ist, mit der neuen Situation umzugehen, sieht sie doch die Liebe ihrer Schwester zu ihr immens bedroht.

Die Autorin schafft es, sehr gut auf die Problematik im Alltag um und mit einem hochbegabten Kind einzugehen, ohne die Geschichte zu überdramatisieren. Der Schreibstil ist frisch und heiter, sehr berührend und eingängig. Mit viel Humor erzählt uns Josie aus der Ich-Perspektive von ihrem Leben und ihren Studien. Zusammen mit ihren Freunden Stu und Sophie geht sie der Frage nach, was das Wesen der Liebe ausmacht. Der Bezug zu dem Thema Fremdsprachen ist dabei wunderbar und nachvollziehbar eingearbeitet. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und Längen tauchen in diesem Buch keine auf. Stellenweise muss man auch richtig laut lachen, an anderen Stellen Tränen in den Augen, so bewegt war ich.

 

Fazit:

Ein wunderschönes und erfrischendes Jugenbuch über die Liebe und Freundschaften, mit einer sehr speziellen Hauptfigur, die man direkt ins Herz schließt.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/liebe_und_andere_fremdwoerter/9783841421616

 

Preis

Gebunden: 16,99 Euro

eBook: 14,99 Euro

 

ISBN: 978-3-8414-2161-6

Seitenzahl: 352

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