Leuze, Julie: Der Geschmack von Sommerregen

Rezension Julie Leuze – Der Geschmack von Sommerregen

Inhalt:

Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird. Sophie und Mattis. Mattis und Sophie.

Der Geschmack von Sommerregen

Meinung:

Sophie weiß, dass sie anders ist als andere Menschen. Ihre Gefühle sieht sie als Farben, die ihr Sichtfeld überlagern. Da aber selbst ihre eigene Familie dafür kein Verständnis zeigt, versucht sie diese Empfindungen zu unterdrücken, um nicht als verrückt eingestuft zu werden. In Mattis, den Neuen in der Klasse, verliebt sie sich auf den ersten Blick. Auch Mattis fühlt sich zu Sophie hingezogen, verbinden beide doch besondere Eigenschaften. Aber Sophie traut sich erst nicht, sich Mattis gegenüber zu öffnen. Dennoch zwingen besondere Umstände Sophie dazu, für sich selber einzustehen und die Familiengeheimnisse zu ergründen. Sie hofft, endlich Akzeptanz für ihre Besonderheit zu finden.

Sophie wirkt anfangs sehr unsicher und ist nicht gerade das beliebteste Mädchen an der Schule. Dadurch, dass die Familie über ihre Großmutter und die Vergangenheit ein Geheimnis macht, fühlt sie sich unverstanden. Auch ihr innerer „Farbmonitor“ und einhergehend damit,  dass sie sich nicht so geben und ausdrücken darf, wie sie möchte, stärken ihr Selbstbewusstsein nicht. Sophie muss in diesem Buch lernen, wie wichtig Selbstvertrauen und -bewusstsein sind. Dabei hilft ihr, dass auch Mattis etwas ganz Besonderes ist.

Mattis ist ein recht sympathischer Protagonist, obwohl ich finde, dass er ein wenig blass neben Sophie bleibt. Sein familiäres Umfeld wirkt beständiger und fester, als bei Sophie und besonders seine Mutter und seinen kleinen Bruder habe ich ins Herz geschlossen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und eingängig. Die Sätze sind schlicht und einfach gehalten und passen sehr gut zu dem jugendlichen Thema und Stil. Aus der Ich-Perspektive erzählt und Sophie davon, was sie erlebt und bewegt. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was dem Lesefluss zugutekommt und man sich zügig durch die Geschichte liest.

Die Geschichte ist auf jeden Fall interessant und die Eigenschaften von Mattis und Sophie Wesen sind tatsächlich mal etwas Neues, das die Story sehr auffrischt. Die behutsame Entwicklung der Beziehung der Beiden ist schön und stimmig umgesetzt. Insgesamt lässt sich das Buch sehr locker und leicht lesen, aber ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass da noch ein wenig mehr rauszuholen gewesen wäre. Die Geschichte hat sich im Ganzen einfach zu glatt angefühlt und ein Tick mehr Drama hätten das Buch perfektioniert. Aber das ist an dieser Stelle meckern auf hohem Niveau, denn das Buch ist wirklich schön und lesenswert.

 

Fazit:

Eine schöne, frische Jugendromanze mit einem sehr interessanten Thema.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://egmont-ink.de/buecher-und-autoren/der-geschmack-von-sommerregen/

 

Preis

Gebunden: 14,99 Euro

eBook: 13,99 Euro

 

ISBN: 978-3-86396-062-9

Seitenzahl: 320

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