Rowell, Rainbow: Liebe auf den zweiten Klick

Rezension Rainbow Rowell – Liebe auf den zweiten Klick

Inhalt:

Manchmal ist das Glück nur einen Mausklick entfernt …
Als er sich bei einem Zeitungsverlag auf die Stelle des Internet-Sicherheitsbeauftragten beworben hat, war Lincoln nicht klar, dass er hinfort die Emails der Angestellten auf arbeitsferne Inhalte durchforsten würde. Noch weniger war er allerdings darauf gefasst, in dem steten, äußerst offenherzigen und absolut arbeitsfernen Mailwechsel zweier Kolleginnen seine Traumfrau kennenzulernen. Nur, wie sagt man einer Frau, dass man sie liebt, wenn man sie a) noch nie gesehen hat und b) ihre intimsten Geheimnisse kennt?

Liebe auf den zweiten Klick

Meinung:

Rainbow Rowell konnte mich im Januar mit ihrem Jugendroman „Eleanor & Park“ ziemlich begeistern. Als ich dann dieses Buch in der Mängelexemplarkiste beim Supermarkt fand, habe ich sofort zugegriffen. Den Kauf habe ich zwar nicht bereut, an die Qualität von „Eleanor & Park“ kann dieser Roman aber leider nicht ran reichen.

In diesem Buch geht es um Lincoln, fast 29 Jahre alt, und sozial ziemlich vereinsamt. Er lebt immer noch bei seiner Mutter, eine Beziehung mit einer Frau liegt in weiter Ferne und er arbeitet in einer Zeitungsredaktion, wo er nachts Emails auf arbeitsferne Inhalte prüfen soll. Dabei stößt er insbesondere auf den Mailverkehr von Beth und Jennifer und nimmt so Anteil an deren Leben. Melden will er sie nicht, denn nach und nach verliebt er sich in Beth, obwohl er sie noch nie gesehen hat. Beth ist zwar in festen Händen und er würde sich wohl auch nie trauen, sie jemals anzusprechen und kennen zu lernen, aber er kann sich der Faszination um sie nicht entziehen.

Der Roman ist wird aus der dritten Person erzählt mit Sicht von Lincoln, sowie auch mit dem Email-Verkehr der beiden Damen. Nach und nach entwickelt sich eine Sicht auf beide Seiten der Geschichte und man lernt die Protagonisten besser kennen. So erfährt man z. B. warum Lincoln immer noch daheim wohnt und warum es ihm so schwer fällt, aus sich herauszugehen. Natürlich entwickeln sich die Figuren in diesem Roman auch weiter, und so hilft das Mitlesen der Emails Lincoln, sich von seiner Mutter zu lösen und eigenständiger zu werden. Der Bezug zu der Figur der Journalistin Beth hat mir aber ein wenig gefehlt, auch wenn man einiges über sie in den Emails erfährt. Mir blieb sie aber insgesamt zu flach.

Der Titel des Buches scheint auf den ersten Blick einen recht heiteren und witzigen Roman zu beinhalten. Das täuscht aber ein wenig. Die Charaktere sind zwar ein wenig skurril und den einen oder anderen Schmunzelmoment findet man auch, thematisch geht es aber eher ernst zu und Lincolns Reifungsprozess steht hier eindeutig im Mittelpunkt.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, so dass man sehr schnell und zügig in der Geschichte vorankommt. Längen sind mir so keine aufgefallen, trotzdem hat mich der Roman nicht so umgehauen wie gehofft. Die Geschichte ist sehr nett, mehr aber auch nicht und die fehlende Tiefe bei einigen Figuren fällt hier eher negativ ins Gewicht.

 

Fazit:

Rainbow Rowells Debüt-Roman ist alles in allem nett, mehr aber auch nicht. Die Geschichte um Lincoln unterhält, leider fehlt es hier ein wenig an Tiefe.

Deshalb gibt es von mir hier nur 3 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.randomhouse.de/ebook/Liebe-auf-den-zweiten-Klick-Roman/Rainbow-Rowell/e371490.rhd

 

Preis

eBook: 4,99 Euro

 

ISBN: 978-3-641-06609-3

Seitenzahl: 414

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