Zollinger, Melanie: Gestohlene Küsse lügen nicht

Rezension Melanie Zollinger – Gestohlene Küsse lügen nicht

Inhalt:

Die Ehe der Teilzeitjournalistin und dreifachen Mutter Marlies Frey scheint am Ende: Alle ihre Pläne und Träume für die Zukunft sind nur noch ein Flüstern im Wind. Einen Vertrauten findet sie ausgerechnet in dem attraktiven Kriminalpolizisten Derek Nayiga, der sie an die schlimmste Zeit ihres Lebens erinnert – die Schule. Als sie sich bei dem Versuch, ihre Ehe zu retten, in Derek verliebt, steht ihre Welt endgültig Kopf. Marlies muss entscheiden, ob sie ihrem Herzen folgt oder doch der Stimme der Vernunft …

Cover_GestohleneKusse

Meinung:

Marlies Ehe scheint eingefroren zu sein. Ihr Mann sieht sie als Selbstverständlichkeit und auf Marlies und ihre Bedürfnisse geht er nicht mehr wirklich ein. Arbeit und Stress werden ständig von ihm vorgeschoben und Marlies weiß nicht, wie sie diese Situation am besten lösen kann, schließlich liebt sie ihren Mann doch immer noch. Als dann auch noch Derek wieder in ihrem Leben auftaucht, steht Marlies Welt Kopf, denn Derek hat ihre Schulzeit zur Hölle werden lassen. Doch Derek bereut sein damaliges Verhalten und Marlies verliebt sich mit der Zeit in ihn. Sie muss sich entscheiden, ob sie ihre Ehe retten kann, oder ob sie Derek eine Chance geben möchte.

Der Titel kann hier täuschen. Mein erster Eindruck davon war ein recht lustiges, leichtes und unterhaltsames Buch vorzufinden. Unterhaltsam war es zwar, allerdings eher ernst und berührend. Dieses Buch thematisiert Dinge, die eigentlich jeder kennt oder schon mitbekommen hat. Was passiert, wenn eine Ehe einen nicht mehr weiter bringt und die Partner nicht mehr miteinander reden? Wie geht man mit Fremdgehen und Affären um? Und wie steht man als Mobbing-Opfer Schikanen durch? Wie kann man sich wehren? Und wem vertrauen? Dieses Buch ist also alles andere als leichte Kost. Trotzdem ist der Autorin hier ein sehr berührender und schön ausgearbeiteter Roman gelungen. Mit viel Feingefühl weist Melanie Zollinger auf die Probleme und Alltäglichkeiten hin, die eine Partnerschaft zum Stillstand bringen. Die Unfähigkeit, sich auszusprechen und wie schwer es sein kann aufeinander zuzugehen, werden hier sehr gut verdeutlicht.

Besonders authentisch sind dabei die Protagonisten geraten. Marlies hat eine sehr schwere Schulzeit hinter sich. Die Schikanen haben sie eher zurückhalten und vorsichtig gemacht. Deshalb fällt es ihr auch schwerer, Probleme anzusprechen und gibt in Auseinandersetzungen viel zu schnell nach. Natürlich denkt sie dabei auch an ihre Kinder, die sie nicht in den Konflikt mit hineinziehen möchte. Auch Derek ist nicht mehr das Großmaul, dass er noch in der Schule war. Persönliche Erfahrungen und Ereignisse haben ihn demütiger werden lassen und er bereut, was er Marlies angetan hat. Jannick dagegen ist ein wahrer Workaholic. Er lebt für seine Arbeit und findet wenig Zeit für seine Familie. Trotz der Ehekrise und den familiären Problemen flüchtet er sich lieber in seinen Job, als sich mit der Situation auseinander zu setzen.

Der Schreibstil ist sehr eingängig und flüssig. Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt, wobei die Sichtweise auf Marlies beschränkt bleibt. Das Buch kommt ohne Längen in der Handlung aus, die Kapitel sind in einer angenehmen Länge, so dass man zügig durch die Handlung schreitet. Der Roman ist gut ausgearbeitet und besticht mit seiner ehrlichen Herangehensweise.

Vielen Dank an den Romance Edition Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit:

Ein sehr ehrlicher und berührender Roman über Mobbing, Ehekrisen und Liebe.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Quelle: http://www.romance-edition.com/programm/gestohlene-kuesse-luegen-nicht-von-melanie-zollinger/

 

Preis

Taschenbuch: 12,99 Euro

eBook: 5,99 Euro

 

ISBN: 978-3902972293

Seitenzahl: 300

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